{"id":72615,"date":"2016-04-20T17:44:24","date_gmt":"2016-04-20T15:44:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.iemj.org\/les-musiques-en-israel\/"},"modified":"2021-12-08T14:31:53","modified_gmt":"2021-12-08T13:31:53","slug":"les-musiques-en-israel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iemj.org\/de\/les-musiques-en-israel\/","title":{"rendered":"DIE MUSIK IN ISRAEL"},"content":{"rendered":"<p>Die Bev\u00f6lkerung Israels besteht aus vielen ethnischen Gruppen und die Musik spiegelt eben diese Vielfalt wider.<\/p>\n<p>Die Musik Israels stammt aus den unterschiedlichsten Quellen, darunter dem Nahen Osten, Mittel- und Westeuropa, Nord- und S\u00fcdamerika, Indien und Afrika, kein Kontinent vermag es der Kreativit\u00e4t und dem Einfallsreichtum der Interpreten und Komponisten zu entgehen. Klassische und zeitgen\u00f6ssische Musik trifft auf traditionelle und religi\u00f6se Musik, nicht zu vergessen die arabische Musik, welche in dem Land seit Jahrhunderten verwurzelt ist.<\/p>\n<p><strong>Klassische Musik<\/strong><br \/>\n<em><strong>Musikgruppen<\/strong><\/em><br \/>\nDas erste Amateurorchester innerhalb der Jischuv &#8211; der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung Pal\u00e4stinas \u2013 wurde 1895 in Rishon-le-Tzion gegr\u00fcndet. Das Repertoire bestand haupts\u00e4chlich aus Unterhaltungsmusik und Arrangements von Volksmusik. 1910, nach der Gr\u00fcndung von Tel Aviv, gr\u00fcndete die S\u00e4ngerin Selma Ruppin, die erste Musikschule des Landes. 1923 gr\u00fcndete der Dirigent Mark Golinkin (1875-1963) die Oper von Pal\u00e4stina, an der unter anderem St\u00fccke von Verdi, Rossini und Meyerbeer in hebr\u00e4ischer Sprache aufgef\u00fchrt wurden. Jedoch musste das Opernhaus aus Geldmangel 1927 schlie\u00dfen. Die Jerusalmer Music Society, welche 1921 von den Yellin-Schwestern gegr\u00fcndet wurde, etablierte das erste professionelle Streichquartett des Landes. Die leichte klassische Musik wurde durch ein Repertoire der europ\u00e4ischen Klassik und Romantik ersetzt.<\/p>\n<p>Die musikalische Komposition konzentrierte sich wiederum auf Volkslieder (siehe unten: Das israelische Liedergut). 1924 komponierte Yakov Weinberg <em>Ha-Halutzim<\/em> (<em>Die Pioniere<\/em>), die erste hebr\u00e4ische Volksoper.<\/p>\n<p>Das bedeutendste Ereignis des folgenden Jahrzehnts stellte die Gr\u00fcndung des Palestine Philarmonic Orchestra, durch den polnisch-st\u00e4mmigen Violinisten Bronsilaw Huberman (1882-1947) dar. Das neu gegr\u00fcndete Orchester war in erster Linie eine Rettungsaktion f\u00fcr j\u00fcdische Musiker, welche ihre Arbeit in den bekannten Orchestern Mitteleuropas verloren hatten. Das Orchester spielte in Tel Aviv, am Dezember 1936 sein erstes Konzert, unter der Leitung von Arturo Toscanini. Die Orchestermitglieder bildeten Kammermusikgruppen, mit welchen sie die europ\u00e4ische Kammermusiktraditionen fortf\u00fchrten. Im selben Jahr wurde die Gesellschaft f\u00fcr die Rechte von Autoren und Komponisten, die AKOUM, gegr\u00fcndet. 1948 wurde aus dem Orchester von Pal\u00e4stina, das Israel Philharmonic Orchestra, welches durch Europa und die Vereinigten Staaten tourte. Die Regierung unterst\u00fctzte internationale Veranstaltungen, wie den Internationalen Harfenwettbewerb oder das Festival von Israel, den internationalen Klavierwettbewerb von Arthur Rubinstein. 1972 nahm das kleine Orchester von Kol Israel, dem israelischen Rundfunk, dank der Ankunft von Musikern aus der Sowjetunion, den Namen Jerusalem Symphony Orchestra an. Die Israeli Opera, 1948 von dem amerikanischen S\u00e4nger Addis de Philip gegr\u00fcndet, hatte drei\u00dfig Jahre lang \u00fcberlebt. 1985 nahm die New Israeli Opera ihre T\u00e4tigkeit erneut auf: Diesmal wurden die Werke in der Originalsprache mit hebr\u00e4ischen \u00dcbertiteln aufgef\u00fchrt und das Opernhaus wurde 1994 wiederer\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>In den 1990er Jahren, ver\u00e4nderte sich das israelische Musikleben durch die massive Immigration von mehr als einer Millionen Juden aus der ehemaligen Sowjetunion. Diese Einwanderungswelle brachte eine betr\u00e4chtliche Zahl an professionellen Musikern, S\u00e4ngern und Musiklehrern ins Land, welche neue Sinfonieorchester, Kammermusikgruppen und kleine Musikensembles gr\u00fcndeten und welche die Bildungseinrichtungen des Landes durch ihr Talent und ihre musikalische Vitalit\u00e4t bereicherten.<\/p>\n<p><strong>Musikalisches Schaffen<\/strong><br \/>\nDie zeitgen\u00f6ssische\u00a0klassische Musik in Israel, geht auf die Ankunft von Gemeinschaften aus Mittel- und Osteuropa, zwischen den beiden Weltkriegen zur\u00fcck. Juden aus Osteuropa immigrierten in den 1920er Jahren nach Pal\u00e4stina und brachten als musikalisches Gep\u00e4ck, die biblische Kantillation, die Shtetl-Volksmelodien und slawische Folklore mit, welche sie gekonnt zu einem spezifisch j\u00fcdischen Stil verbanden.<\/p>\n<p>Mit der Ankunft der deutschsprachigen Einwanderer in den 1930er Jahren, wurde die Klassik-Musik wiederbelebt.<\/p>\n<p>Wie auch die Begriffe \u201ej\u00fcdische Musik\u201c und \u201ej\u00fcdischer Komponist\u201c wurden die Begriffe \u201eisraelische Musik\u201c und \u201eisraelischer Komponist\u201c von Anfang an vielf\u00e4ltig definiert. Seit den 1930er Jahren stellte der Komponist <strong>Mordekhai Sandberg<\/strong> fest, dass \u201ehebr\u00e4ische Musik nur auf israelischem Boden komponiert werden kann\u201c. Andererseits wollte die Zeitschrift Musica Hebraica 1938 \u201eein Forum zusammenstellen, in dem alle Formen j\u00fcdischer Musik, vorgestellt werden k\u00f6nnen.\u201c Befand sich die israelische Musik also an der Weggabelung, zwischen Ost und West, wo sich Musik treffen und verschmelzen konnte?<\/p>\n<p><strong>Erste Generation der Komponisten<\/strong><br \/>\nDie erste Generation der Komponisten der israelischen oder hebr\u00e4ischen Musik, strebte danach, eine neue musikalische Sprache auf israelischem Boden zu erfinden. Sie wurden allesamt in Europa geboren und immigrierten, \u00fcber die 1930er Jahren hinweg, nach Pal\u00e4stina. Der Nationalismus der damaligen Zeit, bef\u00fcrwortete die Schaffung einer eigenen musikalischen Sprache, welche, wie es auf bei der hebr\u00e4ischen Sprache der Fall ist, welche die junge Nation einen und repr\u00e4sentieren sollte.\u00a0 Ein Gro\u00dfteil der entstandenen Musik wurde mit dem aufkommenden \u201eorientalisch-mediterranen\u201c Stil in Verbindung gebracht. Die j\u00fcdische Geschichte, biblische Charaktere sowie Elemente der Landeskunde, geh\u00f6rten zu den Inspirationsquellen.<\/p>\n<p><strong><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-55410 alignright\" src=\"https:\/\/www.iemj.org\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/paul_ben-hayim.jpg\" alt=\"paul_ben-hayim.jpg\" width=\"109\" height=\"160\" \/>Paul Ben-Hayim<\/strong> (Deutschland 1897 \u2013 Israel 1984) war die zentrale Figur dieser Str\u00f6mung. Er war der erste aus Europa emigrierte Komponist, der einen, spezifisch israelischen Musikstil schuf. Die lange Zusammenarbeit mit der S\u00e4ngerin Bracha Zefira (1910-1990), einer Interpretin des jemenitischen Volksrepertoires, machte ihn mit der Intonation der traditionellen nah\u00f6stlichen Musik vertraut, welche er in seine Kompositionen einflie\u00dfen lie\u00df (<em>The Sweet Psalmist of Israel<\/em>, 1953). Seine Musik verf\u00fcgte, im Wesentlichen \u00fcber einen tonalen und modalen Ausdruck, jedoch verwendete er in <em>Vision of a Prophet<\/em> (1959) auch die dodekaphone Form.<\/p>\n<p><strong>Alexandre Boskovitch <\/strong>(Ungarn 1907 \u2013 Israel 1964) war ebenfalls beeinflusst von popul\u00e4ren Ausdrucksformen, als Material der musikalischen Konstruktion. Er sah den israelischen Komponisten als den Vertreter einer Gemeinschaft an, inspiriert von der W\u00fcstenlandschaft, dem grellen Licht der Sonne des Orients, kurzum, einer Dynamik welche sowohl in der Sprache als auch in der Musik, durch biblisches und modernes Hebr\u00e4isch, sowie Arabisch, zum Ausdruck kam. W\u00e4hrend er die Verwendung westlicher Instrumente beibehielt, mischte er lokale Elemente mit klassischer Musik und schuf somit, wie er es selbst zu sagen vermochte, eine \u201emediterrane Musik\u201c. Zu seinen bekanntesten Werken geh\u00f6rten <em>Semitic Suite, Shir ha-Maalot (Song oft he Degrees), Concerto da camera<\/em> und <em>Adaim (Ornaments).<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/www.iemj.org\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/odon_partos.jpg\" alt=\"odon_partos.jpg\" width=\"99\" height=\"150\" align=\"left\" data-description=\"&lt;strong&gt;\u00d6d\u00f6n Partos&lt;\/strong&gt;\" \/> <strong>\u00d6d\u00f6n Partos <\/strong>(Ungarn 1907 \u2013 Israel 1977) sah, ebenfalls in der Einbeziehung authentischer Folklore eine wichtige Schaffensmethode der Komposition. 1938 bot ihm Bronislaw Huberman, die Stelle des ersten Violinisten des neu gegr\u00fcndeten Palestine Philharmonic Orchestra an. Auf der Suche nach seinen j\u00fcdischen Wurzeln, interessierte er sich besonders f\u00fcr die Volksmusik verschiedener ostj\u00fcdischer Gemeinschaften und komponierte auch Arrangements f\u00fcr Bracha Zefira (<em>Four Folk Songs<\/em>, 1939).<\/p>\n<p><strong>Yossef Tal<\/strong> war der Erste, der elektronische Musik in Israel einf\u00fchrte. Geboren 1910 in Posen, emigrierte er 1934 nach Pal\u00e4stina und wurde Mitglied des Palestine Symphonic Orchestra, als sich dieses noch in seinen Kinderschuhen steckte. Er unterrichtete an der Universit\u00e4t von Jerusalem und richtete dort das erste Studio f\u00fcr elektronische Musik ein, au\u00dferdem entwickelte er ein Notationssystem f\u00fcr die digitale Musikkomposition. Als israelischer Komponist betrachtete Yossef Tal seine Musik ipso acto als israelisch, da er Teil einer heterogenen und weltoffenen Gesellschaft war. In Zusammenarbeit mit dem Dichter Isra\u00ebl Eliraz und anderen Librettisten, komponierte er mehrere Opern, darunter Ashmeday (1969), Massada 1967 (1972), Ha-nissayon (1975), Ha-gan (1988).<\/p>\n<p><strong>Mordekha\u00ef Seter<\/strong> (Russland, 1916 &#8211; Israel, 1994) spezialisierte sich auf die Einbindung von jemenitischen Rhythmen und Melodien, in die zeitgen\u00f6ssische israelische Musik. 1938 besch\u00e4ftigte er sich erstmals mit der Mizrahi-Folklore, d.h. den Traditionen der j\u00fcdischen Gemeinschaften des Nahen Ostens. Er tauchte vollst\u00e4ndig in die Folklore ein und transkribierte zwischen 1941 und 1944 nicht weniger als 144 Gesangsmelodien aus Pal\u00e4stina, Syrien, \u00c4gypten und Korfu, welche sp\u00e4ter unter dem Titel Nigunim (Lieder) ver\u00f6ffentlicht wurden. Seine 1941 komponierte <em>Shabbat Cantata<\/em> (Sabbat-Kantate) stellte ein Meilenstein des israelischen Chorrepertoires dar.<\/p>\n<p>Diese Vorstellung dieser ersten Komponistengeneration ist bei weitem nicht umfasst, <strong>Hanokh Yakoby<\/strong> (1909-1990), <strong>Hayim Alexander<\/strong> (geboren 1915), <strong>Abel Ehrlich<\/strong> (geboren 1915) sind ebenfalls zu erw\u00e4hnen.<\/p>\n<p><strong>Zweite Generation der Komponisten<\/strong><br \/>\nDie zweite\u00a0Generation Komponisten, welche meist aus direkten oder indirekten Sch\u00fclern der ersten Generation bestand, suchte nach einem musikalischen Ausdruck, der die hebr\u00e4ische Sprache, mit ihren Konsonanzen und Intonationen, ihren Verbindungen zur j\u00fcdischen Liturgie und Tradition sowie ihre Einbindung in die \u00f6stliche Welt integrieren sollte. Zu der Gruppe der Komponisten, welche in den 1950er Jahren auftauchte, geh\u00f6rten zum ersten Mal Sabas, auf israelischem Boden geborene Israelis.\u00a0 Sie erlangten ihre Reife nach dem Unabh\u00e4ngigkeitskrieg (1948-1949) und wuchsen mit der Nation auf.<\/p>\n<p>Hebr\u00e4isch war ihre Muttersprache und sie nahmen die k\u00fcnstlerische Schriftform voll an. Doch w\u00e4hrend die erste Komponistengeneration oft in Frankreich ihre musikalische Ausbildung erhalten hatte, wolle die neue Generation, nun im Ausland studieren. Die neuen Erfahrungen und Perspektiven der jungen Komponisten trugen zweifellos zum fortschreitenden Niedergang des orientalisch-mediterranen Stils bei, welcher f\u00fcr ihrem Geschmack zu oberfl\u00e4chlich war. Sie machten sich auf die Suche nach einem tieferen Orientalismus, der \u00e4hnliche kompositorische Methoden, wie die des arabischen <em>Maqam<\/em> <span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_1');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_1');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_72615_1_1\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[1]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_1\" class=\"footnote_tooltip\">Maqam:\u00a0 Wortw\u00f6rtlich der \u201eOrt, an dem etwas erreicht ist\u201c, es handelt sich hierbei um eine Bezeichnung f\u00fcr den Modus eines Musikst\u00fccks. Im Gegensatz zu Dur- und Moll-Skalen regelt der Maqam&nbsp;&#x2026; <span class=\"footnote_tooltip_continue\"  onclick=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_1');\">Lire la suite<\/span><\/span><\/span><script type=\"text\/javascript\"> jQuery('#footnote_plugin_tooltip_72615_1_1').tooltip({ tip: '#footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_1', tipClass: 'footnote_tooltip', effect: 'fade', predelay: 0, fadeInSpeed: 200, delay: 400, fadeOutSpeed: 200, position: 'top center', relative: true, offset: [-7, 0], });<\/script>, verwenden mochte. Ihr multikulturelles Umfeld brachte ihnen die unterschiedlichsten musikalischen Quellen n\u00e4her, darunter auch die, welche durch die neuen Einwanderern der f\u00fcnfziger Jahre vermittelt wurden: Jemen, Irak, Iran, Nordafrika. In dieser Periode war das Verschwinden des modalen Stils, sowie die zunehmende Verwendung von Dissonanzen, zu bemerken. Dennoch ist in dem Jahrzehnt, welches auf die Auslandsaufenthalte der zweiten Komponistengeneration folgte, ein starker Einfluss, der neuen westlichen Musik auf die israelische Musik zu bemerken. Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind offensichtlich: Die Anfangszeit des nationalistischen Eifers war abgeschlossen, die Herausforderung, geografische und kulturelle Grenzen zu \u00fcberschreiten, sich neuen k\u00fcnstlerischen Horizonten zu \u00f6ffnen, befl\u00fcgelte fortan die junge Generation, welche sich in einer tats\u00e4chlichen oder einer idealisierten Gegenwart verwirklichen wollte.<\/p>\n<p>Doch der arabisch-israelische Konflikt sowie die st\u00e4ndige Bedrohung durch einen neuen Krieg, bewegten die jungen Komponisten dazu, zu ihren kulturellen Wurzeln zur\u00fcckzukehren. Diese R\u00fcckkehr \u00e4u\u00dferte sich, in der gro\u00dfen Zahl israelischer Kompositionen, welche die inspirierenden Kr\u00e4fte des Landes zum Ausdruck brachte: den mediterranen Himmel, die Vegetation, die Sprache, die Poesie, die Br\u00e4uche und nat\u00fcrlich auch den religi\u00f6sen Einfluss. Gleichzeitig pr\u00e4gte ein wachsender Individualismus das k\u00fcnstlerische Schaffen der Komponisten, bis zu dem Punkt, dass es heute schwierig geworden ist, einen einenden Faktoren der israelischen Komponisten zu finden.<\/p>\n<p>Unter den Komponisten dieser Generation, sind besonders die Karrieren von <strong>Ben-Tziyon Orgad<\/strong>, geboren 1926, <strong>Tzvi Avni<\/strong>, geboren 1927 und <strong>Ami Maayani<\/strong>, geboren 1936, in Erinnerung geblieben.<\/p>\n<p>Die Musik von <strong>Orgad <\/strong>zog ihr wesentliches Merkmal aus der Einbeziehung seiner hebr\u00e4ischen Wurzeln. In modalen Tonarten wie Maqam und chromatischer Skala, finden sich Intonationsmuster und metrische Werte, die f\u00fcr das alte und moderne Hebr\u00e4isch typisch sind, zusammen mit dem Vorkommen von Melismen<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_2');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_2');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_72615_1_2\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[2]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_2\" class=\"footnote_tooltip\"><em>Melisma<\/em>: Melodische Verzierung des Gesangs, wobei eine Silbe \u00fcber mehrere Noten aufgeteilt wird.<\/span><\/span><script type=\"text\/javascript\"> jQuery('#footnote_plugin_tooltip_72615_1_2').tooltip({ tip: '#footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_2', tipClass: 'footnote_tooltip', effect: 'fade', predelay: 0, fadeInSpeed: 200, delay: 400, fadeOutSpeed: 200, position: 'top center', relative: true, offset: [-7, 0], });<\/script> aus den reichen \u00f6stlichen und westlichen Tradition der Kantillation<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_3');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_3');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_72615_1_3\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[3]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_3\" class=\"footnote_tooltip\">Lesen Sie dazu, den Artikel von Orgad selbst, \u00fcber das Thema: \u201eThe Musical Potential of the Hebrew Language and its Manifestations in Artistic Music\u201d, Jerusalem, private Ver\u00f6ffentlichung, 1978.<\/span><\/span><script type=\"text\/javascript\"> jQuery('#footnote_plugin_tooltip_72615_1_3').tooltip({ tip: '#footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_3', tipClass: 'footnote_tooltip', effect: 'fade', predelay: 0, fadeInSpeed: 200, delay: 400, fadeOutSpeed: 200, position: 'top center', relative: true, offset: [-7, 0], });<\/script>.<\/p>\n<p><strong>Tzvi Avnis<\/strong> fr\u00fche Kompositionen enthielten folkloristische Elemente, wie unregelm\u00e4\u00dfige Rhythmen, w\u00e4hrend sie gleichzeitig die klassischen Formen der Sonate und des Rondos beinhalteten, in denen der Einfluss von Bartok zu bemerken ist.\u00a0 Avni entwickelte sich dann in Richtung elektronischer Musik weiter.<\/p>\n<p>Parallel zur Musik, studierten <strong>Ami Maayani <\/strong>Architektur und Stadtplanung sowie Philosophie. Er gr\u00fcndete und leitete das Nationale Jugendorchester in Israel. W\u00e4hrend sich seine Kompositionen von nah\u00f6stlichen Motiven inspirierten (Melismen, biblische Kantillation, traditionelle Gebete, Aspekte tonaler arabischer Musik), strebte Maayani danach, diese mit der symphonischer Musik, seiner franz\u00f6sischen und impressionistischen Herkunft, zu verbinden.<\/p>\n<p><strong>Dritte Generation der Komponisten<\/strong><br \/>\nDer Gro\u00dfteil\u00a0der Komponisten waren Sabras und ihr muskalischer Ansatz war sowohl individualistisch als auch international war. Wie auch die vorangegangene Generation studierten sie im Ausland, jedoch mit dem Ziel der Promotion in Musikwissenschaften. Somit waren sie \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg, der zeitgen\u00f6ssischen Musik au\u00dferhalb Israels ausgesetzt. Doch auch wenn diese Generation von kosmopolitischen Einstellungen gepr\u00e4gt war, griffen sie doch gerade die musikalischen Sprachen wieder auf, welche mit ihrer Herkunft in Verbindung standen. Die synkopierten, orientalischen Rhythmen der <em>Hora,<\/em><span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_4');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_4');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_72615_1_4\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[4]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_4\" class=\"footnote_tooltip\"><em>Hora<\/em>: rum\u00e4nischer Kreistanz, der von den j\u00fcdischen Jugendbewegung in Mitteleuropa praktiziert wird.<\/span><\/span><script type=\"text\/javascript\"> jQuery('#footnote_plugin_tooltip_72615_1_4').tooltip({ tip: '#footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_4', tipClass: 'footnote_tooltip', effect: 'fade', predelay: 0, fadeInSpeed: 200, delay: 400, fadeOutSpeed: 200, position: 'top center', relative: true, offset: [-7, 0], });<\/script> ein Markenzeichen der 1930er Jahre, waren drei Jahrzehnte lang von den Komponisten au\u00dfenvorgelassen, welche \u201edie Nabelschnur durchschneiden\u201c und damit mit ihren Wurzeln brechen wollten. Anfang der siebziger Jahre, fand man diese Rhythmen, schlie\u00dflich in Form eines \u201eGeschmacks in Verbindung mit universellen j\u00fcdischen Wurzeln\u201c wieder.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/www.iemj.org\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/ami_maayani.jpg\" alt=\"ami_maayani.jpg\" align=\"left\" data-description=\"&lt;strong&gt;Ami Maayani&lt;\/strong&gt;\" \/><\/p>\n<p><strong>Ami Maayani<\/strong> meinte, dass \u201edas, was der israelischen Musik heute diese besondere Note verleiht, ist diese einzigartige Synthese von Ost und West, dieses Bem\u00fchen, etwas zu erreichen, was beinahe unm\u00f6glich zu sein scheint.\u201c <strong>Yinam Lif<\/strong>, ein 1953 in Jerusalem geborener Komponist gab an, zwei Traditionslinien anzugeh\u00f6ren, einer alten und einer neuen (klassische weltliche Musik und israelische Musik der letzten Jahrzehnte), welche ihn in zwei verschiedene Richtungen zogen. Seine Musik spiegelte den Versuch wider, jedes Mal von Neuem, diese beide Kr\u00e4fte miteinander in Einklang zu bringen.<\/p>\n<p>Der \u201aorientalisch-mediterrane\u2018 Einfluss war immer noch sehr lebendig. Tats\u00e4chlich begn\u00fcgten sich die Komponisten der dritten Generation nicht damit, die orientalische Musik weiter zu ergr\u00fcnden, stattdessen integrierten sie orientalische Instrumente in ihre St\u00fccke. Die unz\u00e4hligen musikalischen Dialekte entsprechen heute, einer exponentiellen Vermehrung von Traditionen, Techniken, Technologien und \u00c4sthetik, welche heute so vielf\u00e4ltig sind, wie die vielen Sprachen und Dialekte Israels.<\/p>\n<p>Dieser Generation geh\u00f6ren ebenso <strong>Aharon Harlap,\u00a0Arik Shapira,\u00a0Daniel Galay,\u00a0Tsippi Fleischer,\u00a0Gabriel Irany,\u00a0Stephen Orenstein,\u00a0Noa Guy,\u00a0Hayim Permont,\u00a0Yinam Lif,\u00a0Betty Olivero,\u00a0Ari Ben-Shabtai <\/strong>und <strong>Oded Zehavi<\/strong> an.<\/p>\n<p><strong>Das israelische Liedergut<\/strong><br \/>\n<em><strong>Die Anf\u00e4nge<\/strong><\/em><br \/>\nBevordas Liedergut israelisch werden konnte, war es hebr\u00e4isch und seine Entstehung \u00fcbereinstimmt mit der Wiederbelebung der hebr\u00e4ischen Kultur in Europa, sowie den Anf\u00e4ngen des Zionismus in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts. Bereits vor der ersten Aliya<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_5');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_5');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_72615_1_5\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[5]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_5\" class=\"footnote_tooltip\"><em>Aliya<\/em>: j\u00fcdische Emigration nach Pal\u00e4stina. Sie verlief in aufeinanderfolgenden Wellen ab, von denen die erste 1882 stattfand.<\/span><\/span><script type=\"text\/javascript\"> jQuery('#footnote_plugin_tooltip_72615_1_5').tooltip({ tip: '#footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_5', tipClass: 'footnote_tooltip', effect: 'fade', predelay: 0, fadeInSpeed: 200, delay: 400, fadeOutSpeed: 200, position: 'top center', relative: true, offset: [-7, 0], });<\/script> wurden viele Lieder in hebr\u00e4ischer Sprache, von in Russland lebenden Dichtern geschrieben, welche nie israelischen Boden betreten hatten, aber dennoch in dieser Form ihre Liebe und Sehnsucht nach Zion ausdr\u00fcckten. Die Melodien wurden sowohl slawischen Volksliedern als auch der jiddischen Folklore entlehnt. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, nach der zweiten Alija aus Russland im Jahr 1905, nahmen j\u00fcdische Bildungseinrichtungen in St\u00e4dten und D\u00f6rfern das Erlernen von meist vom Lehrpersonal selbst komponierten Liedern, in den Bildungsplan auf.<\/p>\n<p>So wurden die Lieder weniger nostalgisch und vermehrt national. Gleichzeitig wurde durch osteurop\u00e4ische Melodien, die Hora, der emblematische Bestandteil des Gesangs und Tanzes der j\u00fcdischen Pioniere, eingef\u00fchrt. In den 1930er Jahren interessierte sich eine ganze Generation von Komponisten f\u00fcr das hebr\u00e4ische Lied und wertete dieses auf. <strong>Yedidya<\/strong> <strong>Admon<\/strong>, <strong>Nachum<\/strong> <strong>Nardi<\/strong>, <strong>Mordechai<\/strong> <strong>Zeira<\/strong>, <strong>David<\/strong> <strong>Zehavi<\/strong>, <strong>Yehuda<\/strong> <strong>Sharet<\/strong> und <strong>Daniel<\/strong> <strong>Sambursky<\/strong> w\u00e4hlten Texte der bekanntesten Poeten aus, welche das Land Israel und den Aufbau des Landes preisten. Im Jahr 1948, als der Staat gegr\u00fcndet wurde, waren rund 4600 hebr\u00e4ische Lieder in Umlauf.<\/p>\n<p><strong><em>Volkslied<\/em><\/strong><br \/>\nUnmittelbar\u00a0nach dem Unabh\u00e4ngigkeitskrieg von 1948, war die besondere Stellung von Kriegs- und Friedensliedern nicht nur der Situation in Israel geschuldet, sondern auch der direkten Verbindung zwischen der neu entstehenden Armee mit Jugendbewegungen, welche ihr ihre Lagerfeuer- und Gesangstraditionen vermacht hatten. Gleichzeitig wurden Lieder, welche von ausl\u00e4ndischen T\u00e4nzen, wie dem Tango, der Rumba, dem Paso Doble und der Mamba beeinflusst waren, ins Hebr\u00e4ische \u00fcbertragen. In den 1950er Jahren war der p\u00e4dagogische Einsatz von Gesang ein wichtiges Element, um das Volk durch das Mittel der hebr\u00e4ischen Sprache, zu einen. 1951 wurde Lehaqat Ha-nahal gegr\u00fcndet, die erste Tsahal-Musikgruppe<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_6');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_6');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_72615_1_6\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[6]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_6\" class=\"footnote_tooltip\"><em>Zahal<\/em>: Name der israelischen Verteidigungsarmee<\/span><\/span><script type=\"text\/javascript\"> jQuery('#footnote_plugin_tooltip_72615_1_6').tooltip({ tip: '#footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_6', tipClass: 'footnote_tooltip', effect: 'fade', predelay: 0, fadeInSpeed: 200, delay: 400, fadeOutSpeed: 200, position: 'top center', relative: true, offset: [-7, 0], });<\/script>, welche vor Soldaten auftraten. Diese Gruppen sollten eine erzieherische Rolle, bei der sozialen und kulturellen Integration spielen. Aus ihnen gingen im sp\u00e4teren Verlauf die gr\u00f6\u00dften K\u00fcnstler der 1960er Jahre hervor. Eine typisch israelische Institution war die Shira Betzibour, \u201eSingen in der \u00d6ffentlichkeit\u201c, welche die Traditionen der Jugendbewegungen \u00fcbernommen und ihre Riten fortf\u00fchrte. Aus Sicht der Interpreten, spiegelte die zeitgen\u00f6ssische Mode deutlich die Bedenken vor 1948 wider: Das Augenmerk, mit welche die Aussprache bedacht wurde, macht deutlich, dass das Theater eine der Wurzeln dieses Liedes darstellte. Dar\u00fcber hinaus wurde damit auch die hebr\u00e4ische Sprache gew\u00fcrdigt. Unter den repr\u00e4sentativen Komponisten dieser Zeit befinden, sind <strong>Emmanuel Zamir, Gil Aldema, Amitai Neeman<\/strong> und <strong>Yossef Hadar<\/strong> zu nennen, welche allesamt in Israel zur Welt gekommen waren. Gewiss war der in den 1940er Jahren beliebte \u201epastorale\u201c Stil &#8211; Lieder vom Landleben, Hirtenlieder \u2013 immer noch von Bedeutung. Sie wurden ebenso von Volkst\u00e4nzen begleitet, wie auch von der Akustikgitarre, vom Akkordeon, wie auch von der Darbouka, einer Art Tamburin. Dennoch begann das Liedergut auch damit, auf einf\u00fchlsame Weise den schwindenden Halt des Pionierideals, die wachsende Anziehungskraft des st\u00e4dtischen Lebens, das Hervortreten einer Sabra-Mentalit\u00e4t, die R\u00fcckkehr zu alten Traditionen oder das Auskosten der Gegenwart widerzuspiegeln, um so den Krieg vergessen zu machen\u2026<\/p>\n<p>Bei dem Jahr 1960 handelt es sich um ein entscheidendes Jahr, da in diesem Jahr das Israel-Festival gegr\u00fcndet wurde. Die prim\u00e4re Absicht der Organisatoren war es, einem typisch israelischen Liedergut neuen Auftrieb zu verleihen. Als die Nachfrage nach Lieder mit biblischen, landwirtschaftlichen und milit\u00e4rischen Motiven nachlie\u00df, kam der Wunsch auf, ein neue Lieder zu schaffen, welche sich an der westlichen Konsumgesellschaft inspirieren sollten. Dieser Vorgang, wurden mit den Folgen des Sechstagekrieges und der darauffolgenden j\u00fcdischen Besinnung zahlreicher Israelis, aufgewogen. Tats\u00e4chlich ist nach Juni 1967 ein Schub an neuen Liedern zu bemerken, welche einen neuen Trend in der israelischen Musik begr\u00fcndeten: \u201eLieder des Landes Israel\u201c.<\/p>\n<p><strong>Naomi Shemer<\/strong>, <img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/www.iemj.org\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/naomi_shemer.jpg\" alt=\"naomi_shemer.jpg\" align=\"right\" data-description=\"&lt;strong&gt;Naomi Shemer&lt;\/strong&gt;\" \/>eine Liedermacherin ver\u00f6ffentlichte in diesem Jahr Yerushalayim shel zahav, Goldenes Jerusalem, ein Lied, das zum Sinnbild dieser Zeit wurde. Im selben Jahr bot das Aufkommen des Fernsehens, den K\u00fcnstlern ein neues Sprungbrett.<\/p>\n<p>Seit den 1970er Jahren, hat sich das israelische Liedergut stark diversifiziert, vor allem durch den Einfluss anglo-amerikanischer Rhythmen. Im Vordergrund finden sich Lieder der Pop- und Rockmusik, gefolgt von den \u201eLiedern des Landes Israel\u201c, wobei auch Volkslieder sowie die Tsahal-Ensembles inbegriffen sind. Es befinden sich darunter auch hebr\u00e4ische Lieder, welche zu popul\u00e4ren westlichen Rhythmen, wie Disco oder Rap geschrieben wurden, genauso wie orientalische Lieder.<\/p>\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte der 1960er Jahr, wurde das Akkordeon allm\u00e4hlich durch die elektrische Orgel abgel\u00f6st und die Darbuka durch das Schlagzeug, dazu kamen noch Bass- und E-Gitarren. Dieser Wandel f\u00fchrte zum Aufkommen von Rockbands <strong>wie Arik Einstein, Shalom Hanokh <\/strong>und<strong> Shmoulik Kraus<\/strong>, die von der Musik der Beatles gepr\u00e4gt waren und im Besonderen <strong>Lehaqat Kaveret<\/strong>, \u201eDer Bienenstock\u201c, welche bis heute die einflussreichste Band dieses Musikstils geblieben ist.<\/p>\n<figure style=\"width: 168px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.iemj.org\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/arik_einstein.jpg\" alt=\"arik_einstein.jpg\" width=\"168\" height=\"118\" align=\"left\" data-description=\"&quot;&lt;strong\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Arik Einstein<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Alexandre (Sasha) Argov <\/strong>und <strong>Moshe Vilensky <\/strong>waren seit 1948 die ma\u00dfgebenden Komponisten, nun tauchte jedoch eine neue Generation auf: <strong>Nourit Hirsch<\/strong>, <strong>Matti Kaspi<\/strong>, der auch ein erfolgreicher S\u00e4nger werden sollte, <strong>Aryeh Levanon, Ya\u00efr Rosenblum<\/strong>,<strong> Yohanan Zara\u00ef<\/strong>,<strong> Dov Seltzer<\/strong>, sowie S\u00e4nger-Komponisten: <strong>Shalom Hanokh<\/strong>,<strong> Yehudith Ravitz<\/strong>,<strong> Shlomo Gronikh<\/strong>. Das K\u00f6nnen von neuen S\u00e4ngern, wie <strong>Arik Einstein<\/strong>,<strong> Hava Alberstein<\/strong> motivierte sie zur Schaffung origineller Kreationen. Zahlreiche Duos (Ran et Nama, Ilka und Aviva, Ha-douda\u00efm, Ha-parvarim), Trios (Sheloshet ha-me\u00eftarim, Gesher ha-yarqon) und Gruppen (Batzal yaroq, Ha-tarnegolim) bereicherten das Liederrepertoire. Poetische Lieder waren ebenfalls charakteristisch f\u00fcr diese Zeit. Im Gegensatz zu den zuvor erw\u00e4hnten Genres, war f\u00fcr diese Lieder nun vermehrt die individuelle, urbane Erfahrung von Bedeutung und nicht l\u00e4nger kollektive und nationale Themen.<\/p>\n<p><em><strong>\u00d6stliche Lieder<\/strong><\/em><br \/>\nIn den 1950er Jahren entstanden Lieder, inspiriert von irakischen und \u00e4gyptischen urbanen Rhythmen und in den 1960er Jahren wurden griechische Volkslieder, welche auf Hebr\u00e4isch gesungen wurden, beliebt. Die beiden letztgenannten Stile wurden als Protestmusik angesehen und wurden daher vom kulturellen Establishment konsequent sanktioniert. Ab dem Sechs-Tage-Krieg wurden eben diese ostj\u00fcdischen Einfl\u00fcsse immer deutlicher. Neben elektronischen Instrumenten wurden auch die Oud, die orientalische Laute, die Qanun, die Zither, und die Darbuka eingesetzt. Zu den orientalischen Komponisten geh\u00f6rten <strong>Avihou Medina<\/strong>, <strong>Boaz Sharabi<\/strong> und <strong>Shlomo Bar<\/strong>. Diese Liederart, welche besonders unter den Anh\u00e4ngern der Arbeiterklasse vertreten war, war \u00fcberaus erfolgreich. Sie wurde Muzika Mizrachis (\u00d6stliche Musik) genannt. Es handelte sich dabei um eine Vermischung von Stilen und griechischen, t\u00fcrkischen, arabischen und jemenitischen Instrumenten, verbunden mit popul\u00e4rer westlicher Musik.<\/p>\n<p><em><strong>Klezmer und chassidische Musik<\/strong><\/em><br \/>\nDer Begriff\u00a0leitet sich vom hebr\u00e4ischen kley-zemer ab, was \u201eGesangsinstrument\u201c bedeutet. Mit diesem Namen wurde seit dem 15. Jahrhunderten j\u00fcdische Musiker bezeichnet, welche Mittel- und Osteuropa durchreisten, um Feste zu begleiten, blieben dabei innerhalb der j\u00fcdischen Gemeinschaft selbst Randfiguren. Heutzutage, gelten Klezmorim als kreative K\u00fcnstler und bekannte Kulturbotschafter. Im Gegensatz zur Liturgie, welche m\u00fcndlich und in einem geschlossenen Kreislauf weitergegeben wurde, hat sich die Klezmer viel mit der einheimischen russischen, rum\u00e4nischen, polnischen, ukrainischen, litauischen, ungarischen, griechischen und osmanischen Volksmusik ausgetauscht. In diesem Sinne kann tats\u00e4chlich von musikalischer Fusion gesprochen werden. Seit den 1970er Jahren gab es eine Renaissance dieser Musik. Ausgehend von den Vereinigten Staaten, erreichte diese \u201eneue Welle\u201c der Klezmer bald schon Europa und Israel. Es ist der Verdienst von Musikern mit den unterschiedlichsten Hintergr\u00fcnden, wie etwa <strong>Giora Feidman<\/strong>, welcher zwanzig Jahre lang als Klarinettist am Israel Philharmonic Orchestra spielte, bevor er seine Karriere als Klezmer-Solist begann.<\/p>\n<p>Die chassidische Musik bedient sich biblischer Texte wie auch ritueller Gebetstexte und arrangiert diese in einer einfachen sich wiederholenden harmonischen Moll-Progression, mit einem regelm\u00e4\u00dfigen Rhythmus. Nach dem Sechstagekrieg entstand ein neuer Stil des chassidischen Gesangs, angef\u00fchrt von Rabbi <strong>Shlomo Carlebach<\/strong>, \u201edem singenden Rabbi\u201c. Ab 1969 wurden j\u00e4hrliche Festspiele mit chassidischer Musik veranstaltet und in den letzten Jahren, wurde diese stilistische Bewegung noch ausgepr\u00e4gter. Der unaufh\u00f6rliche und monotone Rhythmus, wie auch Lieder, welche nur \u00fcber eine einzige, durchgehende und sich wiederholende Strophe verf\u00fcgen, werden heutzutage f\u00fcr \u00fcberholt angesehen: Die Interpreten der zeitgen\u00f6ssischen chassidischen Musik z\u00f6gern nicht davor, auf Reggae-, Rock\u2019n\u2019Roll oder Jazz-Rhythmen zur\u00fcckzugreifen und dar\u00fcber hinaus entlehnen sie nicht l\u00e4nger direkt ihre Texte der Bibel oder dem Talmud. Die Lieder, welche oft einen Bezug zu aktuellen Ereignissen herstellen, zu Gottes Liebe f\u00fcr seine Kinder, zur Bedeutung der Freude im Gottesdienst, sind alle von den S\u00e4ngern selbst geschrieben worden: <strong>Aaron Razel<\/strong>, <strong>Adi Ran<\/strong>, <strong>Hayim David Serchik<\/strong>, <strong>Sinai Tor<\/strong>, <strong>Yehuda Glantz<\/strong>.<\/p>\n<p><strong><em>Die arabische Musik in Israel<\/em><\/strong><br \/>\nSeit jeher und\u00a0bereits lange vor der Gr\u00fcndung des Staates Israel spielte die arabische Musik eine wichtige Rolle in den religi\u00f6sen und weltlichen Zeremonien des t\u00e4glichen Lebens. Zun\u00e4chst ist die Volksmusik zu nennen, welche von Beduinen, Bauern und Viehz\u00fcchtern gespielt wird. Das t\u00e4gliche Geschehen ist gepr\u00e4gt von einem gro\u00dfen Repertoire an Liedern und T\u00e4nzen, bei denen M\u00e4nner und Frauen getrennt voneinander sind. Zwei Dichter, welche auch als Musiker und Interpreten agieren und die aus dem Dorf stammen oder nicht, wechseln sich bei der Rezitation ab. Die Melodien werden dabei in der Regel improvisiert und basieren auf der Ataba, einer beliebten mittel-orientalischen vierzeiligen Strophe oder auf dem Huwar, einem argumentativen Dialog in gesungenen Versen. Die meisten Zeremonien finden im Freien statt und das Publikum beteiligt sich aktiv am Geschehen durch Gesang, Klatschen und Tanzen der <em>Dabke<\/em> <span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_7');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_7');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_72615_1_7\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[7]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_7\" class=\"footnote_tooltip\"><em>Dabke<\/em>: Hebr\u00e4ische Bezeichnung des <em>Dabkeh<\/em>, einem arabisch-pal\u00e4stinensischen Tanz, der in der Gruppe getanzt wird und Fu\u00dfstampfen beinhaltet.<\/span><\/span><script type=\"text\/javascript\"> jQuery('#footnote_plugin_tooltip_72615_1_7').tooltip({ tip: '#footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_7', tipClass: 'footnote_tooltip', effect: 'fade', predelay: 0, fadeInSpeed: 200, delay: 400, fadeOutSpeed: 200, position: 'top center', relative: true, offset: [-7, 0], });<\/script>. Begleitet wird das von dem Arghul oder dem Mijwiz, lokalen klarinetten\u00e4hnlichen Instrumenten.<\/p>\n<p>Urbane Musik gibt es ebenfalls seit der osmanischen Zeit und hat sich bedeutend weiterentwickelt. Vor 1948 hatte <strong>Ibrahim Bathish <\/strong>einen Musikclub in Haifa gegr\u00fcndet, welcher sehr zur Entwicklung der arabischen klassischen Musik beigetragen hatte und einer seiner Sch\u00fcler, <strong>Selim Hilou<\/strong>, war ein prominenter Komponist des angesehenen Vokalgenres, des Muwashschah<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_8');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_72615_1('footnote_plugin_reference_72615_1_8');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_72615_1_8\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[8]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_8\" class=\"footnote_tooltip\"><em>Muwashschah<\/em>: bedeutet auf Arabisch so viel wie \u201everziert\u201c und ist eine arabisch-andalusische Strophen-Gedichtsform, deren Anf\u00e4nge ins 12. Jahrhundert zur\u00fcckreichen.<\/span><\/span><script type=\"text\/javascript\"> jQuery('#footnote_plugin_tooltip_72615_1_8').tooltip({ tip: '#footnote_plugin_tooltip_text_72615_1_8', tipClass: 'footnote_tooltip', effect: 'fade', predelay: 0, fadeInSpeed: 200, delay: 400, fadeOutSpeed: 200, position: 'top center', relative: true, offset: [-7, 0], });<\/script>. Nach der Staatsgr\u00fcndung, f\u00f6rderten drei junge Komponisten <strong>Sudki Shukri<\/strong>, <strong>Michael Dermalkonian<\/strong> und <strong>Hikmat Shahine<\/strong>, die arabische musikalische Aktivit\u00e4t im Norden des Landes weiter. Anstelle der m\u00fcndlichen \u00dcberlieferung, wurde eine Lehrprogramm am Musikkonservatorium in Haifa eingerichtet. 1963 wurde Suheil Radwan, einer der ersten Absolventen des Konservatoriums, Direktor der Musikabteilung der Universit\u00e4t von Haifa. Diese Abteilung l\u00f6ste eine musikalische Renaissance in Schulen, Gemeinde- und Kulturzentren aus. Die meisten der entstandenen Musikgruppen, setzten sich aus j\u00fcdischen Musikern aus nahen- und mittel\u00f6stlichen arabischen Gemeinschaften zusammen. Es entstand eine fast schon br\u00fcderliche Zusammenarbeit zwischen arabischen und j\u00fcdischen Musikern. Beit ha-guefen, ein Zentrum f\u00fcr arabische und j\u00fcdische Musik in Haifa, wurde zu einem Symbol dieser br\u00fcderlichen Zusammenarbeit. 1957 gr\u00fcndete der israelische Rundfunk das erste professionelle Orchesterensemble f\u00fcr arabische Musik, dessen Leiter Ezra Aharon, ein Komponist und bekannter Oud-Spieler aus dem Irak wurde. In den 1970er Jahren nahmen arabische S\u00e4nger an j\u00e4hrlichen Festivals teil, die von verschiedenen Radiostationen veranstaltet wurden. In den letzten Jahren organsierten kleine arabisch-j\u00fcdische Ensembles musikalische Begegnungen, bei welchen arabisch, j\u00fcdische und westliche Musikstile miteinander verbunden werden. Das Boustan ist das bekannteste dieser Ensembles, welches das Quanun, die Gitarre, das Banjo, die Oud, die Geige, die Fl\u00f6te, die Bassgitarre und arabische Perkussionen verwendet. Die Gruppe vereint eine eklektische Mischung aus musikalischen Einfl\u00fcssen und hat sich international einen Namen gemacht.<\/p>\n<p>Die vielf\u00e4ltigen Einfl\u00fcsse, welche in der gesamten israelischen Musik festgestellt werden k\u00f6nnen, von j\u00fcdisch und arabisch, klassisch und volkst\u00fcmlich, religi\u00f6s wie auch s\u00e4kular, sind ein Spiegelbild der vielf\u00e4ltigen Herkunft der israelischen Bev\u00f6lkerung, sowie des t\u00e4glichen Einflusses j\u00fcdischen und arabischer Musiktraditionen und der Allgegenw\u00e4rtigkeit westlicher Musik. Es entstand so aus dieser st\u00e4ndigen Interaktion israelischer Musiker mit der Musik anderer Kulturen, ein musikalischer Schmelztiegel. Somit bekr\u00e4ftigt die israelische Musik weiterhin eines ihrer grundlegenden Merkmale: den Versuch einer Symbiose zwischen Ost und West, in einer aktiven Suche nach neuen und erneuerten Quellen.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.instituteliewiesel.com\/taxonomy\/term\/34\">Mich\u00e8le Tauber<\/a> \u2013 Paris &#8211; M\u00e4rz 2007<br \/>\n<em>&#8222;Ich m\u00f6chte mich besonders bei Oded Zehavi, Komponist und Lehrer, bedanken, dessen<br \/>\nsein herzlicher Empfang und seine sachkundigen Ratschl\u00e4ge haben es mir erm\u00f6glicht, diese Arbeit erfolgreich abzuschlie\u00dfen&#8220;.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Bibliografie<\/strong><br \/>\nAvni (Tzvi), \u00ab Music in the Eighties-Onwards or Backwards ? \u00bb, Music in Time, 1988-89, pp. 34-38.<br \/>\nB\u00f6hm (Yohanan), \u00ab Music in Modern Erez Israel, Composers \u00bb, Encyclop\u00e6dia Judaica, 2nde \u00e9dition, 1971.<br \/>\nDelmaire (Jean-Marie), \u00ab La chanson isra\u00e9lienne : origines \u00bb, YOD, P.O.F., 1978, vol. 4\/2, pp. 75-93.<br \/>\nDelmaire (Jean-Marie), \u00ab La chanson isra\u00e9lienne de 1948 \u00e0 1978 \u00bb, YOD, P.O.F., 1979, vol. 5\/1, pp. 92-112.<br \/>\nFleischer (Robert), Twenty Israeli Composers, Detroit, Wayne University Press, 1997.<br \/>\nHirschberg (Jeoash), \u00ab Music in the Jewish Community of Palestine, 1880-1948 : A Social History \u00bb, New York, Oxford University Press, 1995.<br \/>\nKeren (Tzvi), Contemporary Israeli Music : Its Sources and Stylistic Development, Ramat Gan, Bar Ilan University Press, 1980.<br \/>\nSadie (Stanley) et Tyrrell John (\u00e9diteurs), New Grove Dictionary of Music and Musicians, Londres, 2005.<br \/>\nShiloah (Amnon), \u00ab Revival and Renewal : Can Jewish Ethnic Tradition Survive the Melting Pot ? \u00bb, Musica Judaica 10, n\u00b0 1, 1987-1988, pp. 59-69.<\/p>\n<div class=\"speaker-mute footnotes_reference_container\"> <div class=\"footnote_container_prepare\"><p><span role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"footnote_reference_container_label pointer\" onclick=\"footnote_expand_collapse_reference_container_72615_1();\">&#x202F;<\/span><span role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"footnote_reference_container_collapse_button\" style=\"display: none;\" onclick=\"footnote_expand_collapse_reference_container_72615_1();\">[<a id=\"footnote_reference_container_collapse_button_72615_1\">+<\/a>]<\/span><\/p><\/div> <div id=\"footnote_references_container_72615_1\" style=\"\"><table class=\"footnotes_table footnote-reference-container\"><caption class=\"accessibility\">References<\/caption> <tbody> \r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_72615_1('footnote_plugin_tooltip_72615_1_1');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_72615_1_1\" class=\"footnote_backlink\">1<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\"><em>Maqam<\/em>:\u00a0 Wortw\u00f6rtlich der \u201eOrt, an dem etwas erreicht ist\u201c, es handelt sich hierbei um eine Bezeichnung f\u00fcr den Modus eines Musikst\u00fccks. Im Gegensatz zu Dur- und Moll-Skalen regelt der Maqam die Intervalle zwischen den einzelnen Noten und die Bewegungsverl\u00e4ufe, innerhalb dieser modalen Skalen.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_72615_1('footnote_plugin_tooltip_72615_1_2');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_72615_1_2\" class=\"footnote_backlink\">2<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\"><em>Melisma<\/em>: Melodische Verzierung des Gesangs, wobei eine Silbe \u00fcber mehrere Noten aufgeteilt wird.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_72615_1('footnote_plugin_tooltip_72615_1_3');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_72615_1_3\" class=\"footnote_backlink\">3<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Lesen Sie dazu, den Artikel von Orgad selbst, \u00fcber das Thema: \u201eThe Musical Potential of the Hebrew Language and its Manifestations in Artistic Music\u201d, Jerusalem, private Ver\u00f6ffentlichung, 1978.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_72615_1('footnote_plugin_tooltip_72615_1_4');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_72615_1_4\" class=\"footnote_backlink\">4<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\"><em>Hora<\/em>: rum\u00e4nischer Kreistanz, der von den j\u00fcdischen Jugendbewegung in Mitteleuropa praktiziert wird.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_72615_1('footnote_plugin_tooltip_72615_1_5');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_72615_1_5\" class=\"footnote_backlink\">5<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\"><em>Aliya<\/em>: j\u00fcdische Emigration nach Pal\u00e4stina. Sie verlief in aufeinanderfolgenden Wellen ab, von denen die erste 1882 stattfand.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_72615_1('footnote_plugin_tooltip_72615_1_6');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_72615_1_6\" class=\"footnote_backlink\">6<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\"><em>Zahal<\/em>: Name der israelischen Verteidigungsarmee<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_72615_1('footnote_plugin_tooltip_72615_1_7');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_72615_1_7\" class=\"footnote_backlink\">7<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\"><em>Dabke<\/em>: Hebr\u00e4ische Bezeichnung des <em>Dabkeh<\/em>, einem arabisch-pal\u00e4stinensischen Tanz, der in der Gruppe getanzt wird und Fu\u00dfstampfen beinhaltet.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_72615_1('footnote_plugin_tooltip_72615_1_8');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_72615_1_8\" class=\"footnote_backlink\">8<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\"><em>Muwashschah<\/em>: bedeutet auf Arabisch so viel wie \u201everziert\u201c und ist eine arabisch-andalusische Strophen-Gedichtsform, deren Anf\u00e4nge ins 12. 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