{"id":82519,"date":"2010-03-11T15:34:12","date_gmt":"2010-03-11T14:34:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.iemj.org\/les-sources-musicales-juives-en-france\/"},"modified":"2022-04-06T10:54:10","modified_gmt":"2022-04-06T08:54:10","slug":"les-sources-musicales-juives-en-france","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iemj.org\/de\/les-sources-musicales-juives-en-france\/","title":{"rendered":"Les sources musicales juives en France"},"content":{"rendered":"<p class=\"post_excerpt\">Herv\u00e9 Roten &#8211;<\/p>\n<p>Akten des 19. Kongresses der AIBM \u2013 Juli 2001<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Anf\u00e4nge der j\u00fcdischen Gemeinschaft in Frankreich liegen weit zur\u00fcck. Im Jahr 6 n. Chr. lie\u00df sich Archelaus, der Ethnarch von Jud\u00e4a, welcher vom r\u00f6mischen Kaiser Augustus verbannt worden war, in der Stadt Vienne (Is\u00e8re) nieder. Unter den Merowingerk\u00f6nigen siedelten sich j\u00fcdische Familien im Fr\u00e4nkischen Reich an. \u00dcber die folgenden Jahrhunderte hinweg entwickelten sich diese, in der Regel kleinen Gemeinschaften, entweder weiter oder verschwanden.<\/p>\n<p>Zu Beginn der Franz\u00f6sischen Revolution z\u00e4hlte die j\u00fcdische Gemeinschaft ca. 40 000 Mitglieder, welche vor allem in Elsass-Lothringen, im Comtat Venaissin und im S\u00fcdwesten Frankeichs ans\u00e4ssig waren. Mit der Emanzipation der Juden, wurde der franz\u00f6sische Judaismus im Laufe des 19. Jahrhunderts, durch Elemente aus Mitteleuropa und insbesondere aus Deutschland bereichert. Im Jahr 1880 f\u00fchrten die in Russland w\u00fctenden Pogrome zur Auswanderung polnischer, rum\u00e4nischer und russischer Juden nach Frankreich. Ab 1908 durchquerten Juden, welche aus osmanischen L\u00e4ndern (insbesondere aus Saloniki, Konstantinopel und Smyrna) stammten, Frankreich und lie\u00dfen sich dort manchmal auch nieder. Zwischen den beiden Weltkriegen brachten mehrere aufeinander folgende Wellen, mehr als 100 000 Juden aus Italien, Mittel- und Osteuropa (Deutschland, \u00d6sterreich, Ungarn, Tschechoslowakei, Russland, Polen, Ukraine, Lettland, Litauen&#8230;), sowie Juden aus Griechenland und der T\u00fcrkei, nach Frankreich.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: revert; background-color: var(--bs-body-bg); color: var(--bs-body-color); font-family: var(--bs-body-font-family); font-weight: var(--bs-body-font-weight); text-align: var(--bs-body-text-align);\">Nach dem Zweiten Weltkrieg war die j\u00fcdische Gemeinschaft Frankreichs stark geschw\u00e4cht. Das Rabbinat wurde stark dezimiert und die Abkehr von religi\u00f6sen Praktiken war vollkommen. Erst mit Ankunft von ca. 200 000 Juden aus Nordafrika, welche es zwischen 1956 und 1967 ins Land kamen, erlebte der franz\u00f6sische Judaismus sowohl religi\u00f6sen wie auch kulturellen Aufschwung. Heute ist der franz\u00f6sische Judaismus besonders vielgestaltig. Mit sch\u00e4tzungsweise 600 bis 700 000 Personen, bildet der franz\u00f6sische Judaismus ein Mosaik von Gemeinschaften unterschiedlichster Traditionen und Herk\u00fcnften.<\/span><\/p>\n<p><strong>I. Die j\u00fcdische Musikpraxis in Frankreich: ein \u00dcberblick<\/strong><\/p>\n<p>Die j\u00fcdischen Musiktraditionen in Frankreich spiegeln die multikulturelle Dimension des Judaismus wider. Vom synagogalen Kantillation bis hin zur jiddischen Folklore, von orientalischen T\u00e4nzen, bis zur osteurop\u00e4ischer Klezmer \u2013 ein ungeschulter Zuh\u00f6rer mag angesichts der Heterogenit\u00e4t dieser musikalischen Praktiken etwas \u00fcberw\u00e4ltigt sein. Dennoch k\u00f6nnen sie in zwei Gattungen eingeteilt werden: einerseits religi\u00f6se Musik f\u00fcr den internen Gebrauch; andererseits weltliche Musik, welche aus der Ethnizit\u00e4t sch\u00f6pft.<\/p>\n<p><strong>1) <\/strong><strong>Die religi\u00f6se Musik<\/strong><\/p>\n<p>Die liturgische Musik stellt die Grundlage der j\u00fcdischen Musikpraxis dar. Der Gesang ist in der Synagoge und zu Hause allgegenw\u00e4rtig und bestimmt das Leben der Gl\u00e4ubigen. Ein religi\u00f6ser Jude geht dreimal am Tag in die Synagoge, um die vom Vater durch die m\u00fcndliche Tradition erlernten Melodien vorzutragen. J\u00fcdische Feiertage sind, je nach ihrer Bedeutung und Wichtigkeit innerhalb des j\u00fcdischen Kalenders, musikalisch mehr oder weniger stark musikalisch ausgeschm\u00fcckt.<\/p>\n<p>In zahlenm\u00e4\u00dfig gro\u00dfen Gemeinschaften \u00fcbernehmen die Kantoren, neben den Rabbinern, den vokalen Teil des Gottesdienstes. Die Gemeinschaft antwortet ihnen, indem sie verschiedene Teile des Gebets. Unter den Gl\u00e4ubigen ist die Bedeutung des <em>Ba\u2018ale massore <\/em> <span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_82519_1('footnote_plugin_reference_82519_1_1');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_82519_1('footnote_plugin_reference_82519_1_1');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_82519_1_1\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[1]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_82519_1_1\" class=\"footnote_tooltip\">Wortw\u00f6rtlich: H\u00fcter der Tradition<\/span><\/span><script type=\"text\/javascript\"> jQuery('#footnote_plugin_tooltip_82519_1_1').tooltip({ tip: '#footnote_plugin_tooltip_text_82519_1_1', tipClass: 'footnote_tooltip', effect: 'fade', predelay: 0, fadeInSpeed: 200, delay: 400, fadeOutSpeed: 200, position: 'top center', relative: true, offset: [-7, 0], });<\/script>, zu erw\u00e4hnen. Es handelt sich dabei um einen Gelehrten, der die Tradition auswendig kennt und der auf die Einhaltung der Riten und der in der Synagoge gesungenen Liedern, achtet. Es ist anzumerken, dass diese Traditionen, welche urspr\u00fcnglich im Wesentlichen m\u00fcndlich und monodisch waren, seit dem 19. Jahrhundert auch ein polyphones Chorrepertoire umfasst, welches manchmal auch \u00fcber Orgelbegleitung verf\u00fcgt, obwohl Musikinstrumenten in der Synagoge, seit dem Fall des Tempels (70 n. Chr.), verboten sind <span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_82519_1('footnote_plugin_reference_82519_1_2');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_82519_1('footnote_plugin_reference_82519_1_2');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_82519_1_2\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[2]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_82519_1_2\" class=\"footnote_tooltip\">Die einzige nennenswerte Ausnahme ist das Schofar, ein Widderhorn, welches vor allem anl\u00e4sslich von Neujahr (<em>Rosch ha-Schana<\/em>) und am Vers\u00f6hnungsfest (<em>Jom Kippur<\/em>) erklingt.<\/span><\/span><script type=\"text\/javascript\"> jQuery('#footnote_plugin_tooltip_82519_1_2').tooltip({ tip: '#footnote_plugin_tooltip_text_82519_1_2', tipClass: 'footnote_tooltip', effect: 'fade', predelay: 0, fadeInSpeed: 200, delay: 400, fadeOutSpeed: 200, position: 'top center', relative: true, offset: [-7, 0], });<\/script>.<\/p>\n<p>Jede Synagoge besitzt ihren eigenen musikalischen Ritus. Dieser h\u00e4ngt vom Standort der Synagoge, der Aus\u00fcbung s\u00e4kul\u00e4rer Traditionen und der Herkunft der Mehrheit der Gl\u00e4ubigen ab.\u00a0 So werden in einer homogenen Gemeinschaft, welche ausschlie\u00dflich aus tunesischen Juden besteht, die Gebete im tunesischen Ritus gesungen. In der Gro\u00dfen Synagoge von Paris, ist der Ritus allgemein aschkenasisch, doch die Melodien stammen dabei meist aus der konsistorialen Zeit und unterscheiden sich somit etwa von dem polnischen oder dem russischen Ritus. Einige Gemeinschaften \u2013 vor allem in St\u00e4dten mit einer geringen j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung \u2013 bringen Gl\u00e4ubige mit sehr unterschiedlichen Herkunftsorten zusammen. Es kommt somit zu einer Mischung von Melodien und Traditionen, je nach Einfluss und St\u00e4rke der verschiedenen Gruppen.<\/p>\n<p><strong>2) Die weltliche Musik<\/strong><\/p>\n<p>Es existiert &#8211; parallel zu dieser liturgischen Praxis \u2013 eine gemeinschaftliche musikalische Praxis. Diese beansprucht die j\u00fcdische Identit\u00e4t als Grundlage eines musikalischen Bewusstseins. So wird osteurop\u00e4ische (jiddische, chassidische), orientalische, jud\u00e4o-spanische Musik \u2013 welche einst im allt\u00e4glichen Leben gesungen wurde \u2013 verbunden, mit einer Diasporakultur, welche heute oft verschwundenen ist und die man versucht, wiederzubeleben. So lassen die Aschkenasim die Ges\u00e4nge der jiddischen Folklore wiederaufleben. Die Chassidim tanzen und bringen ihre Freude, zu Kl\u00e4ngen von Orchestern, zum Ausdruck, welche an die alten Instrumentalensembles Osteuropas (Klezmerim) erinnern. Auf \u00e4hnliche Weise, erz\u00e4hlen die alten jud\u00e4o-spanischen Romanzen und Wiegenlieder zu Gitarrenkl\u00e4ngen, die Geschichte des K\u00f6nigreichs von Salomon.<\/p>\n<p>Diese Praktiken finden in der Regel in Gemeindezentren, wie Fests\u00e4len, Konzerts\u00e4len oder auch in Theatercaf\u00e9s statt. Dabei ist der Gesang das vorherrschende Element, doch auch der Tanz, welcher die chassidische und israelische Folklore perpetuiert \u2013 spielt eine nicht unbedeutende Rolle. Zur Begleitung der S\u00e4nger und T\u00e4nzer werden h\u00e4ufig Instrumente, wie Geige, Klarinette, Akkordeon oder Gitarre sowie verschiedene Arten von Schlaginstrumenten eingesetzt. Dennoch sind die verschiedenen Interpreten dieser Musik, oft nicht einer einzigen Tradition verschrieben. Sie z\u00f6gern nicht, sich leicht austauschbare Repertoires anzueignen, indem sie jiddische Lieder und jud\u00e4o-spanische Musik miteinander verbinden. Sie sch\u00f6pfen so aus einem enormen musikalischen Schatz, welcher auf den N\u00f6ten des j\u00fcdischen Volkes begr\u00fcndet ist und schaffen somit eine Art mythische und stilistische Folklore.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: revert; background-color: var(--bs-body-bg); color: var(--bs-body-color); font-family: var(--bs-body-font-family); font-weight: var(--bs-body-font-weight); text-align: var(--bs-body-text-align);\">Schlie\u00dflich noch ein letzter Faktor der Neuheit: Seit einigen Jahrzehnten, wurden popul\u00e4re israelische Lieder und T\u00e4nze <span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_82519_1('footnote_plugin_reference_82519_1_3');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_82519_1('footnote_plugin_reference_82519_1_3');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_82519_1_3\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[3]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_82519_1_3\" class=\"footnote_tooltip\">Wie beispielsweise die Hora, ein urspr\u00fcnglich aus Rum\u00e4nien stammender Tanz.<\/span><\/span><script type=\"text\/javascript\"> jQuery('#footnote_plugin_tooltip_82519_1_3').tooltip({ tip: '#footnote_plugin_tooltip_text_82519_1_3', tipClass: 'footnote_tooltip', effect: 'fade', predelay: 0, fadeInSpeed: 200, delay: 400, fadeOutSpeed: 200, position: 'top center', relative: true, offset: [-7, 0], });<\/script>, Teil des Repertoires der j\u00fcdischen Musiktradition in Frankreich. Diese Musik mit volkst\u00fcmlichen Charakter, schlie\u00dft alle Teilnehmer mit ein und wird in der Regel in Jugendbewegungen oder bei gro\u00dfen Familienfesten, wie Hochzeiten, Festen der religi\u00f6sen M\u00fcndigkeit (<em>Bar Mitzwa<\/em>) oder auch bei Beschneidungen, gespielt. <\/span><\/p>\n<p>Dieser kurze \u00dcberblick beweist die Lebendigkeit und Vielfalt der j\u00fcdischen Musikpraxis in Frankreich. Durch den Kontakt mit den umliegenden Gesellschaften wurde die j\u00fcdische Musik durch die verschiedenen Stilelemente bereichert: So treffen alte biblische Kantillationen auf mittelalterliche andalusische Poesien, osteurop\u00e4ische Melodien auf lyrische Kompositionen des 19. Jahrhunderts. In dieser Hinsicht ist die j\u00fcdische Musik ein Land der Fossilien, bestehend aus musikalischen Schichten der verschiedenen Zeiten und Orten, ein lebendiges musikalisches Kollektivged\u00e4chtnis. Dieses muss gesammelt, erforscht, gef\u00f6rdert und immer wieder neu geschaffen werden, insofern es nicht infolge der soziodemografischen Umw\u00e4lzungen (Shoah, interkulturelle Hochzeiten, Assimilation und wachsender Einfluss der israelischen Kultur) des 20. Jahrhunderts verschwinden soll.<\/p>\n<p>Um dieser Notwendigkeit gerecht zu werden, hat die Fondation du Juda\u00efsme Fran\u00e7ais die Idee eines Forschungsprogramms entwickelt, welches sich dem Musikerbe der Juden Frankreichs widmet.<\/p>\n<p><strong>II. Das Programm des Musikerbes der Juden Frankreichs<\/strong><\/p>\n<p>Das Programme des Musikerbes der Juden Frankreichs beruht auf vier zentralen Punkten:<\/p>\n<p>1) Durchf\u00fchrung einer Bestandsaufnahme der verschiedenen Akteure im Bereich der j\u00fcdischen Musik (rabbinische Gremien, Kenner der Traditionen, Musikverb\u00e4nde, Musiker, usw.), zur Erstellung eines Guides und eines Verzeichnisses der j\u00fcdischen Musiktraditionen in Frankreich<\/p>\n<p>2) Inventarisierung der Musikarchive, um zu deren Erhaltung beizutragen<\/p>\n<p>3) Sammlung einer Reihe von m\u00fcndlichen wie auch schriftlichen Dokumenten, welche besonders kennzeichnend f\u00fcr die Vielfalt der j\u00fcdischen Musiktraditionen in Frankreich sind<\/p>\n<p>4) F\u00f6rderung dieses Erbes durch die Organisation von Veranstaltungen (Konzerten, Konferenzen, Symposien) sowie durch den Vertrieb einer CD-Sammlung, welche dem Musikerbe der Juden Frankreichs gewidmet ist (Originalaufnahmen oder Digitalisierung unver\u00f6ffentlichter Musivarchive).<\/p>\n<p>Einen Teil der im Rahmen des Forschungsprogramm Musikerbe der Juden Frankreichs gesammelten Daten, wird online einsehbar sein. Diese Internetseite soll einen \u00dcberblick \u00fcber die j\u00fcdischen Musikpraktiken in Frankreich geben und es dem Nutzer erm\u00f6glichen, das aktuelle j\u00fcdische Musikgeschehen zu verfolgen (etwa anhand eines Kalenders der Veranstaltungen, biografische Notizen \u00fcber die entsprechenden Musiker, Ausz\u00fcge aus den neuesten diskografischen Ver\u00f6ffentlichungen, usw.) sowie Verbindung zu anderen Organismen herstellen (Vgl. Plan der Internetseite, Annex 1).<\/p>\n<p>Letztendlich wird eins der Ziele darin bestehen einer breiten \u00d6ffentlichkeit, eine Art klangliches wie auch visuelles \u201eSchaufenster\u201c des j\u00fcdischen Musikschaffens und der j\u00fcdischen Musiktraditionen in Frankreich, zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n<p><strong>III. <\/strong><strong>Die j\u00fcdischen musikalischen Archivbest\u00e4nde: Eine Bestandsaufnahme<\/strong><\/p>\n<p>Die Bestandsaufnahme der Orte, an denen j\u00fcdische Musik praktiziert, bewahrt und verbreitet wird, begann vor einem Jahr. Noch ist es demnach zu fr\u00fch, f\u00fcr aussagekr\u00e4ftige Ergebnisse. Es k\u00f6nnen h\u00f6chstens einige Elemente des Bestandsaufnahme aufgef\u00fchrt werden, welche in Paris durchgef\u00fchrt wurde, wo rund zwei-drittel und damit zwischen 600 und 700 000 der Juden Frankreichs leben.<\/p>\n<p>Der erste Teil meiner Arbeit bestand darin, Kontakt zu den Institutionen und Vereinen aufzunehmen, welche \u00fcber Dokumente mit einem Bezug zur j\u00fcdischen Musik verf\u00fcgen und welche einen Schutz dieser Dokumente in Anspruch nehmen k\u00f6nnten. Absichtlich habe ich die Sichtung privater Archive auf einen sp\u00e4teren Zeitpunkt verschoben, denn sie sind nicht frei zug\u00e4nglich, der Zugang muss daher gesondert angegangen werden. Die gute Vernetzung innerhalb der j\u00fcdischen Gemeinschaft, erm\u00f6glichte mir eine schnelle Kontaktaufnahme mit den Verantwortlichen der verschiedenen j\u00fcdischen Einrichtungen. Nachdem ich ihnen mein das Ziel meines Vorhabens unterbreitet hatte, erkl\u00e4rten sich meine Gespr\u00e4chspartner in der Regel zu einer umfassenden und uneingeschr\u00e4nkten Zusammenarbeit bereit und erm\u00f6glichten mir den Zugang zu ihrer Sammlung.<\/p>\n<p>Vor Ort boten sich mir zwei Szenarien: Entweder wurden die Sammlungen inventarisiert und vorschriftsm\u00e4\u00dfig katalogisiert, oder \u2013 was weitaus h\u00e4ufiger vorkam \u2013 die Sammlungen waren nur ungef\u00e4hr in Kisten archiviert oder, was noch schlimmer war, einem manchmal bereits fortgeschrittenen Zustand des Verfalls \u00fcberlassen. Im zweiten Szenario musste ich selbst eine zusammenfassende Bestandsaufnahme durchf\u00fchren, welche ich zwischenzeitlich in einem Notizbuch festhielt, bis sie in eine digitale Datenbank, welche tats\u00e4chlich gerade dabei ist zu entstehen, eingespeist werden k\u00f6nnen. Mein prim\u00e4res Ziel war es, die wichtigsten Quellen der j\u00fcdischen Musik zu lokalisieren, eine zusammenfassende Bestandaufnahme dieser Quellen durchzuf\u00fchren, ohne dabei die Katalogisierungsarbeit zu ersetzen, welche der Verantwortung der jeweiligen Institution obliegt, welche im Besitz der entsprechenden Sammlungen ist.<\/p>\n<p><strong>Dokumentationsorte und wichtigsten Ergebnisse der Bestandsaufnahme:<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; <\/strong><strong>Archive des zentralen Konsistoriums Frankreichs<\/strong><\/p>\n<p>17 rue Saint Georges \u2013 75009 Paris (Kontakt: Philippe Landau)<\/p>\n<p>Umfangreiche Sammlung, doch in einem sehr schlechten Erhaltungszustand. Keine Bestandsaufnahme verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p><strong>Beschreibung der Sammlung: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>13 Sammlungen von Partituren (von 1895 bis 1953) der Kantoren-Musik, f\u00fcr Solo- oder Begleitstimme<\/li>\n<li>10 Archivkisten, von denen die meisten die Beschriftung \u201eJ\u00fcdische Musik des 19. Jahrhunderts \u2013 Samuel David\u201c tragen. Tats\u00e4chlich enthalten die Kisten 1, 2, 3, 6, 7, 8 und 9 vor allem Manuskripte (Orchester und Einzelstimmen) der Werke Samuel Davids, der im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, der Musikdirektor des Konsistoriums war. Samuel David war dar\u00fcber hinaus auch Komponist von Opern, Operetten und Sinfonien. Die Kiste 4 enth\u00e4lt verschiedene gedruckte Partituren, welche aus dem fr\u00fchen 20. Jahrhundert stammen, sowie Briefe \u00fcber die synagogale Musikpraxis. Die Kiste 5 enth\u00e4lt Partituren von Salomon Rossi und Manuskripte von Samuel David. Schlie\u00dflich enth\u00e4lt die Kiste 10, den Text von Leon Algazis Radiosendung \u201eLa voix d\u2019Isra\u00ebl\u201c (\u201eDie Stimme Israels\u201c), welche zwischen 1932 und 1934 aufgezeichnet wurde. Andere Aufnahmen, welche wahrscheinlich bei Radio France archiviert sind, werden ebenfalls aufgef\u00fchrt. Kiste 10 enth\u00e4lt<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>&#8211; B<\/strong><strong>ibliothek der Alliance Isra\u00e9lite Universelle (A.I.U.)<\/strong><\/p>\n<p>45 rue la Bruy\u00e8re \u2013 75009 Paris (Kontakt: Jean-Claude Kupermink)<\/p>\n<p><strong>Beschreibung der Sammlung:<\/strong><\/p>\n<p>Eine der bedeutendsten Sammlungen \u00fcber verschiedene Aspekte des Judaismus. Der musikalische Teil umfasst folgende Dokumente:<\/p>\n<ul>\n<li>75 Partituren jiddischer Lieder, A cappella oder mit Instrumentalbegleitung (Lieder Opernarien, Operetten, Theaterst\u00fccke, Liturgien; Musik von Lebedoff, Goldfalden, Small, Sirota, Rosenblatt, usw.), welche zwischen 1897 und 1921 in den USA ver\u00f6ffentlicht wurden.<\/li>\n<li>71 verschiedene Sammlungen von Partituren (liturgische Lieder, jiddische Lieder, jud\u00e4o-spanische Lieder, usw.)<\/li>\n<li>68 Hintergrundarbeiten (B\u00fccher, Artikel) \u00fcber die j\u00fcdische Musik.<\/li>\n<li>Die Tontr\u00e4gersammlung ist so gut wie nicht existent (einige Schallplatten und Kassetten), der Gro\u00dfteil der Aufnahmen befindet sich in der Yuval-Sammlung (siehe unten), welche in denselben R\u00e4umlichkeiten untergebracht ist wie die Alliance Isra\u00e9lite Universelle.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>&#8211; Bibliothek des unbekannten j\u00fcdischen M\u00e4rtyrers<\/strong><\/p>\n<p>17 rue Geoffroy l\u2019Asnier \u2013 75004 Paris (Kontakt: Frau Karen Taieb)<\/p>\n<p>Spezifische Sammlung (Krieg von 1939-1945); sehr wenige musikalische Archivbest\u00e4nde: einige B\u00fccher und Partituren der Musik in den Lagern; allgemeine Werke \u00fcber j\u00fcdisch-st\u00e4mmige Musiker und Komponisten (Darius Milhaud, Gustav Mahler\u2026). Das Archiv befindet sich im gleichen Geb\u00e4ude, ein Stockwerk tiefer und enth\u00e4lt zwei Musikpartituren, welche von j\u00fcdischen Musikern in den franz\u00f6sischen Internierungslagern komponiert wurden.<\/p>\n<p><strong>&#8211; Bibliothek des Museums der Kunst und Geschichte des Judaismus<\/strong><\/p>\n<p>H\u00f4tel de St Aignan, 71 rue du Temple \u2013 75003 Paris (Kontakt: Isabelle Pleskoff, Alexandre Litvak)<\/p>\n<p>Umfassende, sich im Aufbau befindende Sammlung.<\/p>\n<p><strong>Beschreibung der Sammlung:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>29 Partituren jiddischer Musik (Chansons, Opern, gesungenes Theater von Goldfaden, Rumshiski, Small\u2026) f\u00fcr Gesang, Klavier und Violine, welche zwischen 1900 und 1917 in den USA herausgegeben wurden.<\/li>\n<li>Rund 120 gedruckte Dokumente mit musikalischem Inhalt (B\u00fccher, musikalische Anthologien, Partituren).<\/li>\n<li>Keine musikalischen Manuskripte.<\/li>\n<li>76 78-Schallplatten, welche zwischen 1928 und 1950 in den USA, in Frankreich und in Pal\u00e4stina aufgenommen wurden und ein Repertoire der jiddischen Volksmusik (Kabarett, Comedy\u2026), Klezmer- sowie Kantorei-Musik enthalten.<\/li>\n<li>250 Compact-Discs, welche auf der Internetseite www.mahj.org\/base_cd-audio zug\u00e4nglich sind.<\/li>\n<li>Ein Gro\u00dfteil der musikalischen Ikonographie-Sammlung wurde digitalisiert: Postkarten aus den Anf\u00e4ngen des 20. Jahrhunderts, Gravuren, Gem\u00e4lde, Instrumentalplatten, usw.<\/li>\n<li>Sammlung musikalischer Videos (26): Biografien von Musikern, Dokumentationen \u00fcber verschiedene j\u00fcdische Musiktraditionen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>&#8211; <\/strong><strong>Nationalbibliothek<\/strong><\/p>\n<p>a) Abteilung f\u00fcr hebr\u00e4ische Manuskripte<br \/>\n58 rue de Richelieu &#8211; 75003 Paris (Ansprechpartner: Michel Garel):<br \/>\nDiese was Musik betrifft, recht begrenzte Sammlung, wurde von Israel Adler inventarisiert und in das R.I.S.M. (Internationales Quellenlexikon der Musik) aufgenommen<\/p>\n<p>b) Musikabteilung<br \/>\n2 rue de Louvois &#8211; 75003 Paris (Kontakt: Fran\u00e7oise Grange):<br \/>\nSehr bedeutende Sammlung, in welcher alle franz\u00f6sischen Ver\u00f6ffentlichungen dieses Gebiets erfasst sind. Die Karteien enthalten mehr als 350 Verweise, auf j\u00fcdische Musik.<\/p>\n<p>Da die alten Karteien nicht in digitalisierter Form vorliegen, sind viele der Aktenaufzeichnungen redundant. Dennoch enth\u00e4lt die gesamte Sammlung fast 80 Sammlungen von Partituren, von denen einige aus dem 19. Jahrhundert stammen.<\/p>\n<ul>\n<li>Allgemeine Karteien: Haupteintr\u00e4ge und Anzahl der Dokumente ()<\/li>\n<li>Themenkatalog: J\u00fcdische Musik (140), Volkslieder (4), jiddische Volkslieder (17), Chassidismus (7), Israel, Geschichte (9), Kantillation (18).<\/li>\n<li>Katalog musikalischer Themen: J\u00fcdisch (2)<\/li>\n<li>Katalog musikalischer Inhalte: Liturgische, Musik (84)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Karteien des Conservatoire National Sup\u00e9rieur de Musique (C.N.S.M.):<\/p>\n<ul>\n<li>J\u00fcdische Musik (18), J\u00fcdisches W\u00f6rterbuch (2)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>&#8211; Bibliothek des S\u00e9minaire Isra\u00e9lite de France<\/strong><\/p>\n<p>9 rue Vauquelin \u2013 75005 Paris (Kontakt: Jo\u00ebl Touati)<\/p>\n<p>Bedeutende und unver\u00f6ffentlichte Sammlung, am heutigen Tag nicht inventarisiert: rund 300 Objekte (?)<\/p>\n<p>Kurzbeschreibung (eine vollst\u00e4ndige Bestandsaufnahme folgt zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt):<\/p>\n<ul>\n<li>Gro\u00dfe Anzahl von Sammlungen alter gedruckter Partituren (letztes Drittel des 19. Jahrhunderts).<\/li>\n<li>Zahlreiche Manuskripte<\/li>\n<li>Werke \u00fcber Musik und die biblische Kantillation.<\/li>\n<li>Musikalische Transkriptionen (auf Mikrofilmen) von Kantorenliedern.<\/li>\n<li>Einige seltene Schallplatten, keine Magnetbandaufnahmen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>&#8211; <\/strong><strong>Vladimir-Medem-Bibliothek<\/strong><\/p>\n<p>52 rue Ren\u00e9 Boulanger \u2013 75010 Paris (Kontakt: Blanche Belfer)<\/p>\n<p>Diese bedeutende und qualitativ hochwertige Sammlung, widmet sich gr\u00f6\u00dftenteils der jiddischen Kultur. Sie ist Bestandteil der Sammlungen der Association D&#8217;\u00c9tude et de Diffusion de la Culture Yiddish (A.E.D.C.Y.).<\/p>\n<p><strong>Beschreibung der Sammlung:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Rund 150 Sammlungen von jiddischen Partituren aller m\u00f6glichen Genres (Chansons, Operetten, usw.)<\/li>\n<li>Archive (von 1950 bis 1970) des Repertoires des j\u00fcdischen Volkschors.<\/li>\n<li>Partituren des j\u00fcdischen Chors der Union des Engag\u00e9s Volontaires Anciens Combattants Juifs 1939-1945.<\/li>\n<li>Bedeutende Sammlung an Tondokumenten: 200 78-Schallplatten und 300 33-Schallplatten, sowie kommerziell vertriebene und selbst erstellte Kassetten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Anmerkung: Diese Sammlung wird in K\u00fcrze, in dem neu-entstehenden Haus der jiddischen Kultur (18, passage Saint-Pierre Amelot, Paris) untergebracht werden<\/p>\n<p><strong>&#8211; Mus\u00e9e National des Arts et Traditions Populaires<\/strong><\/p>\n<p>6 avenue du Mahatma-Gandi &#8211; 75016 Paris<\/p>\n<p>Abteilung Sprache und Musik (Kontakt: Florence Getreau)<\/p>\n<p>Die Sammlung der j\u00fcdischen Musik des Museums ist sehr beschr\u00e4nkt und betrifft das Thema, nicht auf unmittelbare Weise. Sie ist im Wesentlichen, auf den Musiker und Musikethnologen Andr\u00e9 Hajdu zur\u00fcckzuf\u00fchren. Hajdu war in Ungarn, ein Sch\u00fcler von Zoltan Kodaly und hat vier jud\u00e4o-rum\u00e4nische Lieder gesammelt und diese im Museumsarchiv hinterlegt. Das Museum besitzt dar\u00fcber hinaus 14 Klagelieder \u00fcber das Thema des \u201ewandernden Juden\u201c, welche aus dem Zeitraum vom Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts entstammen.<\/p>\n<p><strong>&#8211; Yuval, <\/strong><strong>franz\u00f6sischer Verein f\u00fcr den Erhalt j\u00fcdischer Musiktraditionen:<\/strong><\/p>\n<p>45 rue la Bruy\u00e8re \u2013 75009 Paris (Contacts : Yaffa Ellenberger, David Klein)<\/p>\n<p>Diese Sammlung widmet sich ausschlie\u00dflich der j\u00fcdischen Musik und umfasst:<\/p>\n<ul>\n<li>Schriften: 130 B\u00fccher, 80 Partituren, 7 Manuskripte, 50 Bibliografien von K\u00fcnstlern.<\/li>\n<li>Tondokumente: 120 Schallplatten, 290 Kassetten (kommerzielle oder Kopien kommerzieller Kassetten), 150 Kassetten (ethnische oder nicht kommerzielle Aufnahmen), 70 Lehrkassetten (Kurse, Radiosendungen, usw.), 80 Compact-Discs, 20 Kassetten und 10 DAT.<\/li>\n<li>Audiovisuelle Dokumente: 2 Videos<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Anmerkungen: Die Bibliotheken des Centre Rachi (75005), des Centre Communautaire (75010), der J\u00fcdischen Bibliothek (75019) und der Moadon Ivri Bibliothek (75007), welche ebenfalls kontaktiert wurden, verf\u00fcgen \u00fcber keine bedeutenden j\u00fcdischen Musiksammlungen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Konklusion:<\/strong><\/p>\n<p>Auch wenn kein Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit erhoben werden kann, liefert die aufgef\u00fchrte Bestandsaufnahme, positive Anhaltspunkte bez\u00fcglich der Bedeutung j\u00fcdischer Musiksammlungen in Frankreich, sowohl in quantitativer wie auch in qualitativer Hinsicht.<\/p>\n<p>Angesichts der hohen Anzahl unbekannter und oft auch schlecht erhaltener Dokumente, erscheint das Programm \u201eMusikerbe der Juden Frankreichs\u201c der Fondation du Juda\u00efsme Fran\u00e7ais als M\u00f6glichkeit, die Vielfalt der j\u00fcdischen Musik in Frankreich zu bewahren und als Bestandteil des franz\u00f6sischen Musikerbes bekannt zu machen.<\/p>\n<div class=\"speaker-mute footnotes_reference_container\"> <div class=\"footnote_container_prepare\"><p><span role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"footnote_reference_container_label pointer\" onclick=\"footnote_expand_collapse_reference_container_82519_1();\">&#x202F;<\/span><span role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"footnote_reference_container_collapse_button\" style=\"display: none;\" onclick=\"footnote_expand_collapse_reference_container_82519_1();\">[<a id=\"footnote_reference_container_collapse_button_82519_1\">+<\/a>]<\/span><\/p><\/div> <div id=\"footnote_references_container_82519_1\" style=\"\"><table class=\"footnotes_table footnote-reference-container\"><caption class=\"accessibility\">References<\/caption> <tbody> \r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_82519_1('footnote_plugin_tooltip_82519_1_1');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_82519_1_1\" class=\"footnote_backlink\">1<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Wortw\u00f6rtlich: H\u00fcter der Tradition<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_82519_1('footnote_plugin_tooltip_82519_1_2');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_82519_1_2\" class=\"footnote_backlink\">2<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Die einzige nennenswerte Ausnahme ist das Schofar, ein Widderhorn, welches vor allem anl\u00e4sslich von Neujahr (<em>Rosch ha-Schana<\/em>) und am Vers\u00f6hnungsfest (<em>Jom Kippur<\/em>) erklingt.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_82519_1('footnote_plugin_tooltip_82519_1_3');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_82519_1_3\" class=\"footnote_backlink\">3<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Wie beispielsweise die Hora, ein urspr\u00fcnglich aus Rum\u00e4nien stammender Tanz.<\/td><\/tr>\r\n\r\n <\/tbody> <\/table> <\/div><\/div><script type=\"text\/javascript\"> function footnote_expand_reference_container_82519_1() { jQuery('#footnote_references_container_82519_1').show(); 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