
Der Beitrag jüdischer Künstler zum Hollywood-Kino
Organisiert vom IEMJ und der Kulturabteilung des FSJU im Rahmen des Festivals der jüdischen Kulturen #21
Kino-Konzert
Dienstag, 23. Juni 2026
Espace Rachi Guy de Rothschild
39, rue Broca, Paris 5. Arrondissement
18 Uhr – FILM „Der Jazzsänger“
Vorführung des Films von Alan Crosland (USA, 1927, 88 Min., Originalfassung mit französischen Untertiteln), vorgestellt von Samuel Blumenfeld, Filmkritiker und Journalist bei „Le Monde“.
Jackie, der Sohn des Kantors Rabinowitz, soll denselben Beruf wie sein Vater ergreifen. Doch der junge Mann ist vom aufkommenden Jazz fasziniert und denkt nur daran, die Clubs zu besuchen, in denen die ersten schwarzen Jazzmusiker auftreten. Als Kantor Rabinowitz seinen Sohn beim Singen in einer Bar antrifft, verjagt er ihn wütend aus dem Elternhaus. Einige Jahre später ist Jackie, schwarz geschminkt, als Jazzsänger in einem Nachtclub tätig und nennt sich Jack Robin. Der amerikanische Musikfilm „The Jazz Singer“ enthält mehrere Gesangsszenen sowie einen Monolog, die in die Stummfilmszenen eingebettet sind. Er wird oft als erster Tonfilm angesehen, da sein Erfolg das Ende der Stummfilmzeit einläutete.
Pünktlich um 19:45 Uhr – Amerikanischer Aperitif
Treffen wir uns zu einem Buffet mit „amerikanisch-aschkenasischen“ Köstlichkeiten!
20:30 Uhr – KONZERT Exile To Hollywood
Albumveröffentlichung
- Isabelle Durin, Violine
- Michael Ertzscheid, Klavier
Einführung zum Konzert durch Laure Schnapper, Musikwissenschaftlerin an der EHESS und Präsidentin des Institut Européen des Musiques Juives
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trieben die antisemitischen Regime zahlreiche jüdische Komponisten aus Mittel- und Osteuropa ins Exil. Auf der Flucht vor Pogromen und Verfolgungen ließen sie sich in den Vereinigten Staaten, dem „gelobten Land”, nieder und fanden ihren Weg nach Hollywood. Dort prägten Musiker wie Max Steiner, Erich Wolfgang Korngold, Franz Waxman, Miklós Rózsa, Bronisław Kaper, Irving Berlin oder Dimitri Tiomkin ihren Stil. Ausgebildet in der europäischen Kunstmusik, verbanden sie diese mit der amerikanischen Kultur und dem Jazz. Mit ihrem Schaffen zwischen dem Erbe der „Welt von gestern“ und der Moderne prägten sie die Filmmusik und hinterließen einen bleibenden Eindruck im Goldenen Zeitalter (1930er–1960er Jahre).
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Eintritt Filmvorführung: 5 €
Eintritt Apéro + Konzert: 25 €
Veranstaltet vom Institut Européen des Musiques Juives und der Kulturabteilung des FSJU





