DIE TRADITIONELLE JÜDISCHE HOCHZEIT 2

In der jüdischen Tradition folgt die Hochzeit bestimmten Bräuchen, es geht darum, die Vereinigung zweier Personen und ihre Zugehörigkeit zum religiösen Leben zu feiern

Die Hochzeit läuft in verschiedenen Etappen ab. Ungefähr zwei Monate vor der Hochzeit, gehen Braut und Bräutigam getrennt voneinander, jeweils zusammen mit einem Rabbiner, die Gesetze der sogenannten „Familienreinheit“ durch, um ihre Heiratsfähigkeit zu prüfen. Sehr oft beschließen die zukünftigen Eheleute, die letzten Tage vor der Hochzeit, getrennt voneinander zu verbringen, um über die Bedeutung des Schrittes nachzudenken, welchen Sie im Begriff sind zu unternehmen.

Der Hochzeitstag bedeutet der Beginn eines neuen gemeinsamen Lebens unter der Beachtung der jüdischen Traditionen. Darüber hinaus handelt es sich auch, um einen Tag der Vergebung der Sünden.

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Die religiöse Zeremonie wird unter dem Traubaldachin (Chuppa) abgehalten, es handelt sich dabei um ein Symbol für das neue eheliche Heim, welches dem Propheten Maleachi zufolge, ein Heiligtum des Herrn ist.

Das Prozedere unter der Chuppa kann in den verschiedenen Gemeinschaften sehr unterschiedliche Formen annehmen.

Der Ehemann (Chatan) gibt seiner Braut (Kalla), den einzigen Ring der Vereinigung, unter der Aufsicht zweier Trauzeugen. Unter keinerlei Umständen darf die Kalla den Ring während der Zeremonie abnehmen.

Der Rabbiner füllt daraufhin ein Glas Wein und liest folgenden Segen: “Gelobt sei der Herr, unser Gott, König des Universums, der die Frucht des Weins geschaffen hat.”

Mit dem Zerbrechen des Glases durch den Chatan, erreicht die Zeremonie ihre letzte Etappe. Dieses Zerbrechen symbolisiert die Zerstörung des Tempels in Jerusalem. Der Chatan rezitiert den Satz aus Psalm 137 „Wenn ich dich vergesse, Jerusalem, so versage meine rechte [Hand]. Meine Zunge soll an meinem Gaumen kleben, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich Jerusalem nicht auf den Gipfel meiner Freude erhebe“ und zerbricht daraufhin das Glas mit seinem Fuß.

Am Ende der Zeremonie verbringt das Brautpaar einen Moment allein. Diese Form der Intimität verdeutlicht in gewisser Weise, die von ihnen eingegangene Verbindung. Anschließend treffen sie sich mit ihren Gästen zu einem Festessen, welches von Musik und Tanz begleitet wird.

Hören Sie sich die Radiosendung an: Yiddish Glik / Le Bonheur Juif, spéciale mariage

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