Die 78 rpm- Schellackplatten des Plattenlabels ODEON

Entdeckung von jüdischen Musikaufnahmen im frühen 20

Bereits 1909 nahm das Label Odeon mehrere Schallplatten mit jüdischer Musik auf: jiddische Lieder, Liturgie oder Gelehrtenmusik mit Komponisten wie Lazare Saminsky (1882-1959) und Joseph Achron (1886-1943), die beide der 1908 von Joel Engel in Sankt Petersburg gegründeten Gesellschaft für jüdische Volksmusik angehörten.

Nach einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Odeon-Labels schlagen wir Ihnen vor, in der folgenden Playlist eine Auswahl von 9 Stücken jüdischer Musik zu hören, die aus unserem Archiv stammen, und zwischen 1909 und 1934 aufgenommen wurden.

Odeon ist ein im Jahre 1903 in Berlin (Deutschland) von Max Straus und Heinrich Zuntz und mit der finanziellen Unterstützung von Frederick M. Prescott gegründetes Unternehmen zur Produktion von Grammophonen und Schallplatten. Der Name bezieht sich auf das Pariser Odeon-Theater, dessen Tempel das Logo des Plattenlabels schmückt.

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Das Label wird zu einer Filiale der Karl Lindstrom Gesellschaft, die auch Beka, Parlophone und Fonotipia besitzt. Im Jahre 1926 wird Lindstrom von der englischen Zweigstelle der Columbia Graphophone übernommen.

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Im Jahre 1931 fusioniert Columbia mit Electrola, HMV und anderen Labels und wird zu EMI.

Im Jahre 1936 übernehmen die Nazis die Kontrolle über Odeon, indem sie einen linientreuen Direktor und Verwalter einsetzen. Bei den letzen Kämpfen 1945 in Berlin wird die Odeon-Fabrik von der sowjetischen Armee gröβtenteils zerstört.

 

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Nach dem Zweiten Weltkrieg überlebt das Plattenlabel Odeon als Filiale von Emi in zahlreichen nicht-anglophonen Märkten wie Westdeutschland, Japan, Spanien, Skandinavien, Lateinamerika und Frankreich.

Der vor den 60er Jahren erstelle Katalog ist heute urheberrechtsfrei.

 

 

 

Foto des Orchestre Armand besser bekannt als Orchestre Schmilovitz

Quelles: Wikipedia, CVYNIL.COM

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