Jean-Claude-Sillamy-Fonds

Jean-Claude Sillamy wurde am 24. Juli 1932 in Alger geboren und starb am 29. Juli 2016 in Ajaccio. Er war ein französischer Musikwissenschaftler und Komponist von Bühnenmusik, geistlicher Musik und Filmmusik. Als Spezialist der Musik des Altertums (Sumer, Babylonien, Mesopotamien…) veröffentlichte er mehrere Bücher und Studien, welche sich besonders der jüdischen Musik widmen (Essai de reconstitution de la musique de la Bible, 1957; La musique dans l’ancien Orient (2 Bände), 1986; La musique des communautés juives d’Afrique du Nord, 1987; eine Studie bezüglich Le principe de la modulation dans le fragment babylonien d’Ur : U.7/80 (XVIIIème siècle av. J.C.) (à partir d’un instrument de l’époque non identifié : le « gis za mi », 1991)). Seine Archive, welche dem Institut im November 2016 von seiner Witwe Lina Sillamy übergeben wurden, umfassen 90 Dokumente (Schallplatten, Feldaufnahmen, Artikel, Bücher, Fotos…), welche zum Großteil heute unauffindbar sind.

montage_sillamy2.jpg

Im Detail besteht der Fonds Sillamy aus:

  • 27 Schallplatten der traditionellen Musik (judäo-arabisch, sephardisch, antik-griechisch, jüdisch, israelisch…), biblisch inspirierte Musik (Die Musik der Bibel: in der Tradition althebräischer Melodien, Morasha: Traditional Jewish Musical Heritage…), klassische Musik, darunter einige dieser Kompositionen (Bloch: Concerto pour violon et orchestre, L’Arche d’Alliance / Kaddisch de J-C Sillamy) und musikethnologische Aufnahmen (Taamims und Gebete in verschiedenen Riten).
  • 26 Bücher und Magazinartikel auf Französisch, Englisch und Italienisch, welche sich hauptsächlich jüdischen musikethnologischen Themen widmen.
  • 19 Partituren klassischer Musik, jüdischer Liturgie (die zwei Bände des Thesaurus of Hebrew Oriental Melodies d’Abraham Zwi Idelsohn), traditioneller sephardischer und korsischer Lieder, sowie einige Kompositionen von Jean-Claude Sillamy.
  • 11 Archivdossiers, in welchen bibliografische Notizen, biografische Elemente, enthalten sind, sowie Konzertprogramme und verschiedene andere Dokumente.

Diese Archive sind ab sofort im Katalog unserer Sammlungen (auf den Jean-Claude Sillamy gewidmeten Fonds zugreifen) oder auf Terminanfrage am Institut Européen des Musiques Juives (contact@iemj.org) einsehbar.

Lesen Sie die ausführliche Biografie von Jean-Claude Sillamy

Aktie :

Sie werden auch gefallen

Fun a Velt Vos iz Nishto Mer

Diese CD, eingespielt vom Klarinettisten Angelo Baselli und dem Akkordeonisten Gianluca Casadei, enthält mehr als fünfzehn jiddische und Klezmer-Melodien, die…

Der Beitrag jüdischer Komponisten zum Hollywood-Kino

In den 1930er Jahren zwang der Aufstieg totalitärer Regime in Europa viele jüdische Musiker zur Emigration in die Vereinigten Staaten.…

Exile to Hollywood

Dieses Album beleuchtet das Goldene Zeitalter der Hollywood-Filmmusik anhand des Schicksals jüdischer Komponisten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins…

Der judéo-spanische Gesang: Zwischen mündlicher Überlieferung und kunstvoller Komposition

Die mündlich überlieferte judeo-spanische Musik entwickelte sich ab den 1920er Jahren unter dem Einfluss folkloristischer Strömungen und von Komponisten wie…