Jacques Offenbach und dessen Angehörige – Von der Synagoge zur Oper

HERAUSGABE DER 6. CD DER REIHE KLASSIKER

Nur wenige Musikliebhaber wissen, dass Jacques Offenbach (1819-1880), den Rossini « den Mozart der Champs-Elysées » nannte, seine musikalische Inspiration teilweise aus den Synagogengesängen schöpfte, die er als Kind bei seinem Vater Isaac Offenbach gelernt hatte, der Musiker, Komponist und Kantor der Kölner Synagoge in Deutschland war.

Nach seiner Ankunft in Paris 1833 arbeitete Jacques Offenbach im Laufe seiner ganzen Karriere mit anderen Komponisten jüdischer Herkunft zusammen, die genauso wie er mühelos von der Kanzel der Synagoge zur Opernbühne und von leichter Musik zum Synagogengesang übergingen, und dabei Genregrenzen im Pariser Pomp des 19. Jahrhunderts aufhoben.

Diese CD wurde anlässlich des 200. Geburtstages Jacques Offenbachs herausgegeben. Dank dieser CD können bisher unveröffentlichte hebräische Werke von Isaac und Jacques Offenbach, Giacomo Meyerbeer, Jules Erlanger, Emil Jonas und Fromental Halévy, der den Psalm 130 Mimaamakim [De profundis] komponierte, entdeckt werden. Letzterer ist das Ergebnis eines 1820 erteilten Auftrags Ludwigs XVIII ans Seine-Konsistorium (Consistoire de la Seine) zur Erinnerung an den Tod des Herzogs von Berry.

Es handelt sich um eine außergewöhnliche Aufnahme, der ein prachtvolles 32 seitiges Heft beigelegt ist, und die vom Vokalensemble La Truite Lyrique und Les Polyphonies Hébraïques von Straßburg unter Hector Sabos Leitung interpretiert wird.

Diese CD wurde mit der Unterstützung der Stiftung für Französisches Judentum (Fondation du Judaïsme Français), der Stiftung zur Erinnerung an die Shoah (Fondation pour la Mémoire de la Shoah), der Henriette Halphen und Irène und Jacques Darmon Stiftung, und unter der Schirmherrschaft der FJF und der Alliance Israélite Universelle hergestellt.

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Sehen Sie das Interview mit Hervé Roten, Gast in der Matinale von Lise Gutmann auf Judaïques FM am 29. Oktober 2019 anlässlich der Veröffentlichung des IEMJ-Albums und der Gala über „Jacques Offenbach und dessen angehörige“
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