Shbahoth

Iraqi-Jewish Songs from the 1920's

Die irakische jüdische Gemeinschaft zählte vor der Massenauswanderung nach Israel in den frühen 1950er Jahren rund 125.000 Juden. Sie war eine der ältesten Diasporagemeinden, deren Existenz auf die Zerstörung des ersten Tempels in Jerusalem und das babylonische Exil vor rund 2.500 Jahren zurückgeführt wird.
In diesen 2.500 Jahren entwickelten die irakischen Juden lokale Bräuche, insbesondere beim Singen von Gebeten, die als Shbahoth bezeichnet werden. Die Shbahoth wurden von einem „Meister der Gebete“ (Abu Shbahoth) und der Gemeinde am Schabbat, aber auch an anderen wichtigen Feiertagen wie Sukkot oder bei Pilgerfahrten zu den Gräbern von Hesekiel oder Esra gesungen.

In den 1920er Jahren waren die meisten irakischen Instrumentalisten Juden. Sie spielten eine sehr wichtige Rolle beim ersten internationalen Kongress für arabische Musik, der 1932 in Kairo stattfand. Als 1936 der irakische Rundfunk gegründet wurde, bestanden alle Instrumentalensembles mit Ausnahme des Schlagzeugs aus Juden.

Diese CD, die aus neu gemasterten Schellackplatten besteht, liefert uns seltene und wertvolle Aufnahmen der irakisch-jüdischen Tradition vor ihrer tiefgreifenden Transformation in die israelische Gesellschaft.

(Erklärungen aus der CD-Broschüre Shbahoth)

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