Zrihan, Emil

Die marokkanische Nachtigall

Emil Zrihan (manchmal auch „Zrihen” geschrieben) wurde 1952 in Rabat, Marokko, geboren und lernte schon in jungen Jahren den jüdischen liturgischen Gesang und die marokkanische Volksmusik kennen. Er wanderte 1963 mit seiner Familie nach Israel aus und setzte sein Studium des Chasanut (synagogaler Gesang) fort, wobei er unter anderem bei Rabbi Shlomo Uanunu die Musik der Pijutim lernte.  Er zeigte schon früh Gesangstalente und hatte seinen ersten Konzertauftritt im Alter von 13 Jahren. Von da an wurde er mehrere Jahre lang regelmäßig in der Fernsehsendung „Die Folklore des Orients” programmiert.

Mit seiner bemerkenswert kräftigen Countertenorstimme bewegte er das Publikum bei Gottesdiensten intensiv, insbesondere in der Großen Synagoge von Aschkelon, deren ständiger Kantor er war. Als Spezialist der arabisch-andalusischen und orientalischen Musik singt er in verschiedenen musikalischen Registern, sowohl im religiösen als auch im profanen Rahmen, und interpretiert das arabische, arabisch-andalusische und jüdisch-arabische Repertoire. Seine besondere Stärke liegt in der Kunst des Mawwâl (gesungene Improvisationen, die sich meist um die Thematik der Liebe drehen).

Sein Talent wurde 1997 auf der World Music Expo in Berlin der ganzen Welt bekannt gemacht.

Emil Zrihan ist Solosänger des Andalusischen Orchesters in Israel und hat zahlreiche Konzerte in Europa, Nordamerika und Israel gegeben.

Unter den zahlreichen Alben, auf denen er zu hören ist, sind besonders „Aschkelon“, das 1998 beim deutschen Label Piranha erschien, „Andalousiya” beim Label Koliphone und die drei Bände seiner „jüdisch-marokkanische Gesänge“ beim Label NMC hervorzuheben.

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