Israël Lovy (1773-1832)

Reformator der französischen Konsistorialmusik im frühen 19. Jahrhundert

Die Werke von Israël Lovy, dem Impulsgeber der Reform des französischen israelitischen Gottesdiensts im frühen 19. Jahrhundert

Israël Lovy entstammte einer Reihe von Kantoren aus Polen und Pommern und wurde am 31. August 1773 in der Nähe von Danzig geboren. Er ist einer der Pioniere der Reform des französischen israelitischen Gottesdiensts.

Israël Lovy wurde 1818 vom Cosistoire de Paris engagiert und wurde 1822 leitender Ministre officiant des neuen Tempels in der Rue Notre Dame de Nazareth. Er organisierte über zehn Jahre hinweg den musikalischen Gottesdienst des ersten Pariser Konsistorialtempels und führte insbesondere zahlreiche musikalische Elemente ein, die der Klassik-Musik (mehrstimmiger Chorgesang, Orgelbegleitung, Regulierung des Zeremoniells, Dur- und Moll-Kompositionen, usw.) entlehnt waren.

Er litt an einer Brustkrankheit und verstarb verfrüht am 7. Januar 1832, im Alter von 59 Jahren.

Seinem Enkel Eugène Emmanuel zufolge, schuf Israël Lovy für den neuen Konsistorialgottesdienst „einen aus fünfzehn bis zwanzig kleinen Kindern bestehender Chor, welchem er durch seine Hilfs-Kantoren bereicherte. Zusätzlich zu den aus Deutschland mitgebrachten Melodien, komponierte er neue Lieder für alle Zeremonien.  Gleichzeitig organisierte er in Zusammenarbeit mit den Notabeln des Konsistorium, das Zeremoniell der heiligen Schriften, der Tora und der großen jüdischen Feste.“*

Lesen Sie die ausführliche Biografie von Israël Lovy


* Cf. Eugène Manuel, biografische Anmerkung über Israël Lovy, aus dem Vorwort der Sammlung liturgischer Lieder, komponiert für hebräische Gebete von Israël Lovy, dem ehemaligen Ministre officiant des Israelitischen Tempels von Paris, veröffentlicht von seiner

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